Alster Ego 13 - Cornelia Mierendorf

Shownotes

Heute zu Gast: Cornelia Mierendorf. Sie ist psychologische Beraterin und Personal Coach – und ganz zufällig meine Frau. Wir sprechen über das, was Coaching wirklich ausmacht: Haltung statt Methode, echtes Zuhören und die leisen Prozesse hinter Veränderung. Es geht um Identitätsfindung, um Umwege, die plötzlich Sinn ergeben – und um die Frage, wie man die große Liebe vielleicht sogar im Fernsehen finden kann. Und dann ist da noch eine Geschichte, die bleibt: eine herzerwärmende Adoption, die zeigt, wie vielfältig Familie sein kann. Nebenbei klären wir natürlich auch, warum Eppendorf mal wieder beweist, wie lebenswert es ist. Eine Folge zwischen Tiefgang und Leichtigkeit, zwischen persönlichem Einblick und ehrlichem Austausch.

Hört rein! Viel Spaß.

me-finding.me

Transkript anzeigen

00:00:02: Moin!

00:00:05: Hier ist Alster Ego.

00:00:09: Der Podcast aus Äppendorf,

00:00:12: für Äppndorf

00:00:14: und alle die gern so tun als würden sie hier boden.

00:00:18: Ich bin Tetschemierendorf Euer Tour Guide durch Cafés, Butikken, Klönschnack und kuriosene Nachbarschaftsgeschichten.

00:00:27: Hier trifft Latte Art auf Aperol, Heilhils auf Gummistiefel Und ihr seid mitten drin.

00:00:34: Also Kopfhörer rein, Ego raus!

00:00:36: Es ist als der Ego-Zeit... Wie immer live aus dem Manzels!

00:00:48: Und dass wir auch heute alle wieder dabei sind, das wird jetzt eine ganz besondere Folge.

00:00:54: Als Gast habe ich nämlich heute eine Dame, ja auf die ich mich ziemlich lang vorbereitet habe ehrlich gesagt wie bei keinem anderen Gast, circa einundzwanzig Jahre nämlich jetzt.

00:01:05: Es ist nämlich, ich werde gerade korrigiert.

00:01:12: Okay, zweiundzwanzig Jahre... Ich werde noch ein Buch schreiben.

00:01:14: das heißt Ja Schatz Ein Mann geht ihren Weg.

00:01:19: Als Gast ist nämlich heute bei mir Cornelia Mierendorf!

00:01:28: Sie ist neben vielen anderen Dingen mehr oder weniger zufällig meine Frau.

00:01:33: Aber ja wie würdest du dich?

00:01:35: Wie soll ich dich eigentlich nennen jetzt in diesem offiziellen Rahmen?

00:01:38: Soll ich sagen Schatz oder solche andere Sachen, oder Worte benutzen die wir sonst?

00:01:44: Nein lieber nicht.

00:01:46: Ja das habe ich tatsächlich vorher auch schon überlegt.

00:01:48: keine Ahnung fühle dich frei also halbfrei.

00:01:53: Ich kenne diesen Blick.

00:01:54: der ist gefährlich.

00:01:56: Okay aber fangen wir doch mal mit einer...ich versuche mal deinen Namen einfach zu vermeiden.

00:02:00: Wie wisst ihr jetzt wer du bist?

00:02:02: Wenn Du Dich Mit Deiner beruflichen Bezeichnungen Vorstellen würdest, was würdest du dann sagen?

00:02:09: Was bist du von Beruf?

00:02:11: Aktuell.

00:02:14: Ja also aktuell bin ich Psychologische Beraterin für Personal und Business Coach Und sehr aufgeregt.

00:02:23: Aber du hast ja noch mehr Berufe die du schon hinter dir hast oder in denen du immer noch steckst sozusagen.

00:02:29: Das macht mir eigentlich alles parallel.

00:02:31: Ich bin ja so ein bisschen Berufesammler Und ich habe immer neue Ideen und angefangen bei Industrie, Kauffrau.

00:02:39: Dann Industriefachwirtin dann ja Aquafitness-Trainerinnen überhaupt Fitnesstrainerinnen mit diversen Lizenzen und Ja, dann kam irgendwann das Coaching dazu und die Psychologische Beratung.

00:02:57: Wie bitte?

00:02:57: Was ist hier?

00:03:03: Darüber wird noch zu reden sein!

00:03:07: Wenn du dich nicht mit deinem Beruf vorstellen würdest, wer bist du?

00:03:14: Wow.

00:03:15: Wie gut dass wir vorher nichts besprochen haben!

00:03:19: Ich kann die Frage auch aufsparen bis du bist... Ach

00:03:21: Gott, wer bin

00:03:22: ich?!

00:03:23: Ja das ist eine gute Frage, also vielleicht sollte ich mal bei mir ins Coaching gehen.

00:03:27: Miefeindigen Mie.

00:03:29: Also ich bin total gerne Mama.

00:03:36: Ehe, Frau auch.

00:03:36: Bist du das gerne?

00:03:37: Ja, hab ich gerade überlegt ... Nee, nein!

00:03:41: Fass mich nicht an.

00:03:43: Doch bin ich auch gern ja.

00:03:45: Warum Coaching?

00:03:47: Warum Coaging, ja also... Ich glaub', dass hatte ich schon immer irgendwie so ein bisschen im Kopf.

00:03:53: Also als ich klein war wollte ich immer Psychologie studieren und dann hatte ich ein bisschen Schiss vor dem Studieren Und da war die Schule zu Ende und dann habe ich halt Erst mal was Sicheres gemacht.

00:04:05: Ich komme aus einem Stall, wo es dann hieß, mach mal was Vernünftiges.

00:04:09: Geh mal ins Büro, das war warm und trocken.

00:04:12: Und wie gesagt kam halt das mit der Industrie-Kaufrauausbildung... Ja, warum Coaching?

00:04:21: Moment!

00:04:24: Wo hast du die gemacht?

00:04:25: Kennst ja auch jeder das Unternehmen damals, wo du die Ausbildung gemacht hast?

00:04:28: Polyboy Also, ja.

00:04:31: Genau!

00:04:33: Ein sehr altes Unternehmen sesshaft in Lilienthal, da komme ich ursprünglich her.

00:04:40: Okay und dann Coaching?

00:04:43: Ja, Coaching also wie gesagt das war irgendwie schon immer... Ich liebe Menschen, ich liebe den Kontakt.

00:04:48: Ich finde es immer ganz spannend was jeder Mensch so mitbringt und was ihn bewegt.

00:04:55: Ja, finde einfach auch so das Zwischenmenschliche.

00:04:58: So toll also Beziehung.

00:05:00: und ja dann kam Corona und ich war ja als Aquafitness-Trainerin tätig und das Erste was mit zugemacht hat waren die Bäder!

00:05:10: Und ich habe dann halt die Gelegenheit genutzt und hab in einem Fernstudium von dem mich eigentlich dacht boah ich weiß nicht Coaching ist ja wirklich etwas das lebt auch von der Praxis.

00:05:20: ob man das so im Fernstudio naja macht mal Ich muss sagen, es hat sehr gut funktioniert.

00:05:26: Weil ich das große Glück hatte während Corona all diese Peer Groups machen zu können online

00:05:32: und

00:05:33: das sind halt die Gruppen in denen man praktische Dinge übt.

00:05:37: Die Tools, die man so erlernt und die Methoden.

00:05:40: Das ist dann aber online alles passiert.

00:05:42: Also so wie ein Zoom-Meeting kann man sich das vorstellen?

00:05:44: Genau, das waren halt irgendwelche Meetings online und also wir waren quer in Deutschland unterwegs sozusagen haben ganz viel da gemacht und gelernt und als es dann wieder ging haben wir natürlich ganz viele Praxisübungen halt live und in Farbe gemacht.

00:05:59: genau ja und somit war die Coronazeit gut genutzt.

00:06:02: und seitdem bin ich jetzt halt coachen.

00:06:06: Du hast ja verschiedene Schwerpunktbereiche im Coaching.

00:06:11: Welche sind das und wie, wieso die?

00:06:15: Also einer hier ganz im Besonderen!

00:06:18: Ja also tatsächlich kommt dann irgendwann die Frage nach den Zielgruppen wen betreut man so und was liegt einem so?

00:06:25: und ja zu meinen Zielgruppe gehören halt Frauen und Familien und gerade auch Familie mit bestimmten Themen zum Beispiel Patchwork-Familien oder Familien, die eben die Thematik Hochbegabungen auch haben.

00:06:42: Ja und dann hab ich überlegt was eint denn alle eigentlich?

00:06:46: Und bin dahin gekommen dass letztendlich all meine Klienten sich selbst finden oder wiederfinden wollen.

00:06:54: also me finding me.

00:06:56: so und das ist gerade in der heutigen Zeit erlebe ich immer wieder Wir sind alle so in diesem Selbstoptimierungs-Ding.

00:07:05: Man guckt Insta und was weiß ich, man bekommt halt so viel Infos wie man alles besser machen kann.

00:07:12: Und wir sind oft alle dabei ... Oh ja!

00:07:15: Ich muss unbedingt Sport machen, ich muss mich gut ernähren.

00:07:17: Ich muss Journaling und ich weiß nicht, was alles wird.

00:07:21: Journaling?

00:07:21: Ja, so aufschreiben usw.

00:07:23: Tagebuch?

00:07:24: Ja.

00:07:24: Achso

00:07:24: okay.

00:07:25: Genau.

00:07:26: Ich bin schon alt.

00:07:27: Ja, ich weiß, ich weiss.

00:07:31: Und irgendwie sind wir alle dabei, uns selbst zu verbessern.

00:07:37: Manchmal verliert man sich selbst dabei, weil man gar nicht mehr so richtig merkt, wer bin ich eigentlich und möchte das alles?

00:07:44: Oder bin ich da eine Sache hinterher die man heute halt so macht?

00:07:49: Dadurch entsteht bei vielen auch wieder so Stress ...

00:07:54: Findest du, ist es schwieriger geworden seine eigene Identität zu finden dadurch dass man von Insta und Co geblendet wird jeden Tag?

00:08:03: Also ist man so sehr damit beschäftigt jetzt seinem Instabild hinterherzulaufen anstatt sich selbst mit seiner eigenen Persönlichkeit auseinanderzusetzen.

00:08:14: Ja, ich glaube das ist häufig so eine Pseudo-Auseinandersetzung.

00:08:17: Wenn man halt nicht mehr wie der Insta irgendwie da so unterwegs ist also wir sind ja alle so selbst reflektiert aber wenn man mal wirklich irgendwie halt all diese Medien ausblendet und man mit sich alleine ist wirklich allein dann kommen ganz andere Dinge hoch.

00:08:33: Und ja ich glaube tatsächlich dass es nicht mehr so einfach ist.

00:08:38: Identität spielt ja auch noch eine weitere große Rolle.

00:08:43: Es ist ein weiterer Schwerpunkt deiner Arbeit.

00:08:46: Magst du erzählen, wo es geht?

00:08:49: Ja natürlich!

00:08:51: Und zwar bin ich selber adoptiert und das ist natürlich immer Teil einer ganzen Lebensgeschichte.

00:08:57: Ich hab bei meinen Klienten natürlich auch Adoptierte Erwachsene, die halt häufig in ihrem Leben merken, Mensch, irgendwie habe ich immer so die gleichen Muster.

00:09:08: Und

00:09:09: ich

00:09:10: weiß gar nicht so richtig wo es herkommt.

00:09:11: Die ahnen dann schon, dass es vielleicht mal irgendwann in der Kindheit ... Der Kick dafür war ja... Identität ist ein ganz großes Thema.

00:09:20: Aber wer bin ich, wenn nicht weiß wo ich herkomme?

00:09:23: Es gibt verschiedene Verhaltensmuster die man immer wieder abruft und nachdem man sich eben benimmt und verhält... Zum Beispiel ja.

00:09:33: ...die zum Beispiel außer einer Adoption herrühren.

00:09:37: Ja, wo man dann halt also, wenn man weiß das mal adoptiert ist und so.

00:09:40: Und dann hat man was, was ich meine wegen dem Beruf bestimmtes Verhaltensmuster, was immer wieder auftaucht.

00:09:47: Und dann plötzlich stellt man fest, Mensch ich habe irgendwie so die Ahnung dass das kommt durch meine Geschichte, dass ich da getrickert bin und genau.

00:09:56: Dann gucken wir da halt gemeinsam hin.

00:09:59: Bist du dann durch deine eigene Geschichte besonders befähigt solchen Menschen zu helfen?

00:10:04: Naja also... Ich glaube, man muss als Coach nicht unbedingt alles erlebt haben um Dinge begleiten zu können.

00:10:10: Also du musst ja als Coach auch nicht immer die komplette Geschichte kennen oder das komplette Anliegen.

00:10:15: also es ist auch durchaus möglich dass jemand kommt den kannst du coachen dem kannst du weiter helfen ohne dass du weißt worum geht's eigentlich?

00:10:25: Das ist auch möglich.

00:10:26: Auch da gibt es Techniken.

00:10:30: ich glaube aber beim Thema Adoption schon ganz hilfreich ist, wenn man so ein bisschen weiß wie sich das anfühlt oder mit was man da konfrontiert.

00:10:42: Wobei natürlich jede Geschichte individuell ist und das ist natürlich auch wichtig dass im Coaching halt ja zu unterscheiden also zu wissen Derjenige, der da vor mir sitzt hat eine andere.

00:10:53: Eine eigene Geschichte und nur weil ich irgendwas erlebt habe ist es nicht seine Geschichte so.

00:10:58: Ich bin ja nicht allwissend denn jeder Mensch, der davor mir sitzt, ist Experte für sich selbst.

00:11:06: Experte in eigener Sache.

00:11:09: Okay das ist ein interessanter Ansatz.

00:11:11: Okay, man hat natürlich von außen jetzt, wenn man selbst noch nie damit in Berührung gekommen ist.

00:11:16: Immer wieder die Vorstellung ich komme zu einem Coach und der erzählt mir was sich jetzt gut und richtig machen kann dann gehe ich nach Hause und habe die Lösung in der Tasche.

00:11:23: Ja das gibt es tatsächlich auch.

00:11:24: also es gibt durchaus Klienten die halt denken ja so ein Coach ist ja ganz praktisch und der löst dann meine Probleme.

00:11:36: nein also tatsächlich ist Coaching auch eine ganz große Haltungssache, aber vor allen Dingen ist es das der Klient selber arbeiten darf.

00:11:46: Wie gesagt, der Kliant ist ja Experte in eigener Sache – ich weiß gar nicht welche Lösung er in sich trägt.

00:11:52: und das ist halt auch Teil meiner Coaching-Haltung dass ich davon fest überzeugt bin, dass jeder die Lösung in sich trägt und ich begleite letztendlich nur den Prozess wieder Dinge an die Oberfläche zu holen, die da schon sind.

00:12:09: Also die Lösung letztendlich so ein bisschen ja zu begleiten.

00:12:13: Das Coaching hatte jetzt gerade in den letzten Jahren ein ziemlich negatives Image bekommen.

00:12:18: also es ist ja weiß ich ja von dir kein geschützter Berufsbegriff beispielsweise.

00:12:24: Und natürlich haben wir alle vor Augen irgendwie so ein Jürgen Holler oder sowas, der dann die Massen bewegt und ja wo das fast schon secktenhafte Züge annimmt wie Leute da ja und armen schreien.

00:12:38: Also es hat jetzt kein lupenreines gutes Image.

00:12:40: Du hast eben gesagt okay Coaching ist auch eine Haltung.

00:12:43: Hast du da quasi Ja, wie soll ich sagen?

00:12:47: Hast du so was wie ein ethischen Grundsatz oder bist du irgendeinem Idealverpflicht.

00:12:53: Gibt es sowas?

00:12:54: Ja also das stimmt... Begriff ist halt nicht geschützt, dieser Beruf und wir kennen es alle.

00:13:02: Wir kennen halt die Coaches, die unter anderem auch bei Insta, die dann da auftauchen und wo dann steht hey komm in meine Veranstaltung!

00:13:11: Und dann sind da Tausende von Leuten oder vorne steht jemand der halt jubelnd die Massen irgendwie aktiviert und sagt ab morgen ist dein Leben viel besser und alles ist anders.

00:13:20: Die sich dann eben auch Coach nennen.

00:13:22: und das is sehr schade weil Coaching eigentlich soviel mehr als in meinen Augen nicht das ist, dass man sich dahin stellt und jemand mehr erzählt wie es geht.

00:13:34: Was war die Frage?

00:13:36: Ob es ethische Grundsätze gibt.

00:13:38: Gibt es beispielsweise einen Verband, den du verpflichtet bist, wo du sagst ... Ich handle nach deinen ethischen, maligen Grundsätzen.

00:13:44: Weil ich ja als Klient quasi überhaupt nicht weiß.

00:13:47: Ich such jetzt ein Coach und will aber an keinen Typen kommen der mich in die nächste Sekte mitentfühlt oder so.

00:13:53: Sondern ich möchte wissen, woran erkenne ich einen guten Coach!

00:13:56: Ja das ist eine sehr gute Frage.

00:13:58: also ich denke immer wichtig dass man guckt wo hat der Coach seine Ausbildung gemacht?

00:14:04: Dann gibt es diverse Fachverbände, denen man sich als Coach anschließen kann.

00:14:09: Und ja natürlich ethisch... Also anhand der Ausbildung kann man immer schon so ein bisschen gucken was auch die Grundhaltung ist und viele Coaches, die wirklich auch qualifiziert sind, sie haben zum Beispiel auf ihrer Website direkt stehen, was ihre Coaching-Haltung ist und das finde ich auch ein ganz wichtiger Punkt.

00:14:30: Da kann man schon so ein bisschen erkennen, aha wie tickt derjenige was ist sein Menschenbild?

00:14:35: und also da kann man ja schon ein bisschen etwas rausfinden.

00:14:38: Und was natürlich ganz ganz wichtig ist neben aller Ethik auch dass die Chemie stimmt.

00:14:45: Also wenn man da an einen guten Coach gerät bringt es nichts wenn du da halt im Erstgespräch am Telefon merkst Irgendwie, wir werden nicht warm.

00:14:55: Also dann bringt es auch nichts.

00:14:57: Aber ja ist es halt wichtig dass derjenige eine gute Ausbildung gemacht hat und sich bestenfalls auch einem Verband angeschlossen hat.

00:15:07: Hier ist ne Frage aber die ist an mich.

00:15:10: Tetsche hast du durch diese Podcast-Folge mit deiner Frau etwas Neues über sie erfahren?

00:15:17: Hat ja vorher nicht mit mir gesprochen!

00:15:21: Ich bin sehr gespannt, was der Abend noch so bringt.

00:15:25: Ja, schauen wir mal... Also bis jetzt finde ich es interessant, was ich zu deiner Haltung erfahre und über deine Grundsätze.

00:15:33: das war mir so nicht bewusst?

00:15:35: Wir sollten öfter mal reden!

00:15:41: Sag mir doch mal deine Adresse!

00:15:43: Schreib' ich dir nachher auf.

00:15:48: Aber ich möchte noch mal zurückkommen zu dem Thema Adoption.

00:15:51: Magst du über deine eigene Geschichte mal ein bisschen erzählen?

00:15:54: Ich weiß ja nun, dass die ein bisschen abenteuerlich war.

00:15:58: Geboren wurdest Du in unserer schönen jetzt Hauptstadt Berlin?

00:16:03: Genau Berlin!

00:16:04: Ja wohl... genau da bin ich geboren.

00:16:08: und Jetzt sage ich es, das ist für die Einordnung so ein bisschen ganz hilfreich.

00:16:18: Ja und mein erstes Lebensjahr war tatsächlich sehr wild.

00:16:23: Meine leibliche Familie war über viele Jahre, viele Generationen auch dem Jugendamt schon bekannt.

00:16:32: also da gab es halt wirklich viele Probleme auf verschiedenen Ebenen.

00:16:38: Und meine Eltern, wenn ich von meinen Eltern spreche, sind es immer meine Adaptiveltern.

00:16:47: Die haben halt versucht ... ein Kind zu bekommen.

00:16:51: Und es hat nicht geklappt.

00:16:53: und dann haben sie sich ja bei allen Jugendämtern in Deutschland beworben, das war halt ein großer großer Prozess mit natürlich psychologischem Nachweis dass man fit ist für den kind usw.

00:17:06: Und deine Eltern also die wunden immer noch in Lilienthal?

00:17:11: Das ist bei Bremen also in Niedersachsen genau und du wurdest denn in Berlin ich

00:17:15: wurde in berlin geboren genau Berlin West war das damals ja noch so genau.

00:17:21: Und meine Eltern haben halt immer gehofft auf ein Kind, und es kam immer eine Absage nach der anderen und irgendwann kriechten sie dann Post ... Wir haben einen Kind für Sie.

00:17:35: Können Sie, ich glaub wirklich zwei Tage später vorbeikommen?

00:17:40: So!

00:17:42: Ja, muss man sich überlegen halt wie gesagt, neunzehntsiebtenseipzig war's da schon.

00:17:48: Ja, mal eben schnell irgendwie einen Flug nach Westberlin und oh Gott jetzt kriegen wir plötzlich ein Kind oder wie?

00:17:55: Oder was?

00:17:56: also es wurde auch gar nicht so viel vorher gesagt.

00:17:59: Die einzige Info die sie hatten Sie können das Kind mal kennenlernen.

00:18:03: okay ja und dann sind meine Eltern nach Berlin geflogen hatten ein kurzes Gespräch.

00:18:13: ich war zu der Zeit Das ist jetzt alles ein bisschen kader, weil ich merk' ich gerade.

00:18:17: Also ich versteh's doch.

00:18:20: Ich war zu der Zeit ... also in meinem ersten Lebensjahr bin ich relativ viel hin- und hergereicht worden.

00:18:27: So?

00:18:27: Also ich bin nie irgendwo wirklich lange geblieben.

00:18:32: Ja, dann hat mich irgendwann das Jugendamt mithilfe der Polizei aus der Familie im Obhut genommen und hat mich halt in einen Heim.

00:18:42: gebracht und da war ich dann.

00:18:44: Und deshalb kriegten meine Eltern, also meine Adoptiveltern die Nachricht dass ein Kind da wäre.

00:18:51: So jetzt sind wir wieder da das meine Eltern nach Berlin geflogen sind.

00:18:55: und ja dann hieß es ja sie können ja schon mal durch die Scheibe gucken ne?

00:19:01: Da ist das Kind so.

00:19:03: das ist heute alles Wahrscheinlich ein bisschen anders.

00:19:07: Also

00:19:07: deine leiblichen Eltern waren nicht in der Lage, dich adäquat zu versorgen?

00:19:12: Genau!

00:19:13: Das heißt du wurdest vom Jugendamt in Obhut genommen um eine Versorgung zu gewährleisten?

00:19:17: Genau.

00:19:18: Es gab damals eben nicht die Möglichkeiten deiner leiblichem Familie und dann kamst du in diese Einrichtung?

00:19:23: Genau da war dann irgendwie auch Gefahr im Verzug und deshalb wollte ich halt mithilfe der Polizei rausgeholt genau Ja, und ich war dann ja wie gesagt schon ein-und-einviertel.

00:19:34: Und meine Eltern ... So jetzt aber?

00:19:39: Nur zur Einordnung!

00:19:40: Meine Eltern haben mich kurz durch die Scheibe angucken dürfen und waren natürlich ganz aufgeregt und oh Gott, das ist unser Kind vielleicht.

00:19:48: und wer weiß... Wie geht das alles weiter?

00:19:52: Na ja, und dann wurden sie sofort ... Ach so, dann durften Sie eine Viertelstunde mit mir spielen Und ich weiß noch, meine Mama erzählt immer so ... Die hatte halt so ein Armband mit so ... Ich glaub, Charms heißt das.

00:20:04: Ja, mein Kind nickt.

00:20:06: Charms?

00:20:07: Das sind so Anhängerungen

00:20:07: oder was?

00:20:08: Bämsel an so einem Armband genau und die fand ich total toll.

00:20:12: Dann hab ich irgendwie immer mit gespielt und so.

00:20:15: Eine Viertelstunde hatten wir dann Zeit miteinander.

00:20:18: Und dann wurden meine Eltern ganz schnell ins Büro der Heimleitung geholt.

00:20:23: Und dann hieß es, wir haben gerade einen Anruf von der Leibjährchen Mutter und ihrer Familie bekommen.

00:20:28: Die hat sich angekündigt ... Nehmen Sie das Kind jetzt mit?

00:20:31: Ja oder nein?

00:20:34: Äh ja!

00:20:36: Also, wir kannten uns halt eine Viertelstunde.

00:20:39: Nun muss man sich vorstellen, also für mich war das natürlich auch ... Ich weiß es ja nicht mehr, ne?

00:20:46: Das ist alles irgendwie im Unterbewusstsein.

00:20:47: Für mich war dass wahrscheinlich auch alles total wild.

00:20:50: Aber ich war's halt gewohnt in meinem ... ersten Lebensjahr halt immer wieder woanders zu sein.

00:20:55: Ich war so ein bisschen gewohnt, mich auf neue Leute einzustellen und meine Eltern dann so ... ja, nebenbei mit.

00:21:02: So!

00:21:03: Und dann halt dieses...

00:21:05: Einmal to go?

00:21:06: Ja, einmal-to-go.

00:21:07: Dann dieses ganze Geratter im Kopf, oh Gott, das arme Kind.

00:21:11: Was machen wir?

00:21:11: Wir haben doch gar keine Klamotten zu Hause, sind nicht vorbereitet, wussten nicht, dass wir jetzt schon einen Kind mitnehmen.

00:21:17: Und dann ging das alles heute die Polter.

00:21:20: Die hatten auch keinen Flug zurück Das war ja auch noch so und keine Papiere für mich.

00:21:28: Aber es war ein bisschen, meine Eltern erzählen immer wie bei einer Kindesentführung hat sich das angefühlt weil es war wirklich dann mit Begleitschutz von der Tür vom Heim zum Taxi was gerufen wurde Ich hatte ein Teddy und ich hatte die Klamotte, die ich am Leib hatte.

00:21:46: Und dann rein ins Auto mit einem Schreiben vom Jugendamt.

00:21:50: Damit sind wir zum Flughafen ... Ja, meine Eltern waren völlig überfordert.

00:21:58: Ähm, ich hab damals ... Medikamente bekommen, damit ich ruhig bin?

00:22:05: Das war damals so!

00:22:09: Genau.

00:22:10: Und damit ich für diesen Flug auch ruhig bin.

00:22:17: Dann haben sie mir erzählt, am Schalter ... Haben Sie dann den Schein davor gelegt?

00:22:23: Ja wir dürfen dieses Kind mitnehmen und so.

00:22:27: Da hat die Frau wohl meine kleine Patscherhand genommen und hat mich angeguckt und gesagt, jetzt wird alles gut!

00:22:37: Ja, und da haben meine Eltern natürlich auch so wow diese ganze Tragweite irgendwie noch nicht ganz begriffen.

00:22:43: Aber es war schon so.

00:22:44: hey hier passiert gerade was total Irres!

00:22:48: Und ja dann haben sie von dort aus noch meine Tante angerufen.

00:22:54: also immer wenn ich so von meinen Verwandten spreche ne?

00:22:56: Dann sind das meine Adoptivverwandte.

00:22:59: So genau haben Sie meine Tantin und mein Onkel angerufen und haben gesagt Wir haben nur noch einen Flug gekriegt.

00:23:05: Der geht nicht zurück nach Bremen, wir kommen in Hannover an, könnt ihr uns abholen?

00:23:12: Wir kommen mit einem Kind so und diese Oh mein Gott!

00:23:17: Meine Tante, meinen Onkel von der Arbeit geholt.

00:23:19: dann sind die mit so einem Renault R-Fünf.

00:23:23: So eine Kiste irgendwie weiß ich auch nicht.

00:23:29: Ganz altes Ding mit so einer Schaltung.

00:23:31: haben sie mal jetzt, ja?

00:23:34: Ja dann der.

00:23:36: Wolldecker eingepackt noch ein bisschen Spielzeug was sie irgendwo gefunden haben und ab zum Flughafen nach Hannover.

00:23:44: Und da kamen wir an.

00:23:47: das war alles ganz aufregend und dann waren wir alle hungrig.

00:23:53: Jetzt herziehe ich das auch noch.

00:23:54: Waren wir alle hungrig, und dann gab es vom Imbiss was?

00:23:57: Und ähm ... Ich kannte wohl kein Fleisch so.

00:24:00: Ähm, und da gab's Hähnchen irgendwie von dem Imbis halt.

00:24:05: Dann hab' ich immer gesagt mehr feich!

00:24:07: Mehr feich.

00:24:08: Ja also, das ist halt die Geschichte... Das

00:24:10: hat sich bis heute nicht geändert.

00:24:15: Naja, das war halt total wild und sehr aufregend.

00:24:19: Was zu der Zeit natürlich auch noch ein bisschen ... Ja, wie bringt man jetzt den Nachbarn bei?

00:24:23: Da ist plötzlich ein Kind.

00:24:25: Und es war halt einfach auch eine andere Zeit so und ...

00:24:29: Naja, dann ja auch ne dörfliche Atmosphäre letztlich.

00:24:32: Auch

00:24:32: das, ja!

00:24:34: Die Nachbaren und hier auch innerhalb der Verwandtschaft war's erst mal ein bisschen befremdlich.

00:24:38: Es gab da diese eine Geschichte mit deinem Onkel Heini...

00:24:41: Nee.

00:24:42: Ne, Entschuldigung.

00:24:44: Mit meinem Opa.

00:24:46: Mit meiner ganz, ganz uralten Opa genau.

00:24:50: Der ja sehr skeptisch und kritisch war.

00:24:52: Skeptisch,

00:24:54: also es war vorher schon als meine Eltern dann erzählt haben Ja sorry Leute wir können selbst keine Kinder bekommen Wir haben uns entschieden Wir möchten adoptieren und so Was holt ihr euch da denn ins Haus?

00:25:06: Und ihr wisst das ja nicht.

00:25:09: Das war damals so Und auch nicht nur auf dem Dorf, also ich hab auch hier Klienten die sowas erzählen.

00:25:18: Aber aufm Dorf natürlich besonders.

00:25:20: Man weiß ja nicht was da drin steckt in dem Kind ne?

00:25:24: Also... Da gab's schon eine Menge Vorurteile und nach ein paar Tagen der Eingewöhnung dann zu Hause war mein ganz, ganz alter Opa.

00:25:37: Also er war wirklich alt, ne?

00:25:38: Der hatte schon ... Ich glaub im Ersten Weltkrieg war der Kind und ... hat er dann mitgemacht.

00:25:45: Ähm...

00:25:47: Oh Gott!

00:25:48: Also ihr wisst was ich

00:25:50: meine?!

00:25:55: Ja naja so.

00:25:56: also der war halt alt und der war so voller Vorurteile.

00:26:00: Wie

00:26:00: saß denn da mit seiner Pickelhaube?

00:26:03: Nein!

00:26:04: Aber der war.

00:26:06: Der fand das so unmöglich, dass die beiden sich jetzt ein Kind holen.

00:26:11: Und nein!

00:26:12: Und er wollte mit mir auch nichts zu tun haben und nun haben sie ihn auch noch eingeladen und er sollte mich angucken und näher.

00:26:19: Ja, und dann saß er da auf dem Sofa ... Also nee, war einfach nicht richtig für ihn.

00:26:29: So eine ablehnende Haltung.

00:26:30: Und ich püxi hab mich dann neben ihnen aufs Sofa bemühlt, weil er auch noch ein bisschen hoch musste, ich hochkrabbeln und dann habe ich mich neben ihm gesetzt und hab so meine Patscherhand auf seinen Oberschenkel und hab ihn angeguckt ... Tja was soll ich sagen?

00:26:46: Ich war das Lieblingsenkelchen!

00:26:51: Ah

00:26:53: schön Viele Menschen, das ist jetzt eine Zuschauerfrage.

00:26:56: Viele Menschen definieren Familie über Blut?

00:26:59: Was bedeutet Familie für dich nach deiner eigenen Erfahrung und deine Arbeit mit Patchwork-Familien?

00:27:07: Also... Wie würde ich das definieren?

00:27:15: Also Familie sind die Menschen, mit denen ich mich wohlfühle und ein familiäres Verhältnis ist nicht unbedingt durch Blut bestimmt.

00:27:27: Wobei ich sagen muss, also ich hab ja auch meine leibliche Familientalen kennengelernt und ich habe auch einmal gespürt dieses Gefühl man sagt ja blut ist dicker als wasser oder irgendwie so geht der spruch.

00:27:40: und Ich hab das einmal gemerkt, als ich meine ältere Schwester kennengelernet habe.

00:27:46: Wir haben uns gesehen, und das war einfach ... Das war ein total irres Gefühl.

00:27:51: Also es war ... Jetzt seh ich das auch noch.

00:27:55: Es war eine Überraschung für meinen Bruder.

00:27:57: Und zwar kriegte ich irgendwann, da war ich schon Anfang zwanzig oder so.

00:28:00: Da habe ich Post bekommen.

00:28:05: Dann stellte sich mein Bruder in diesem Brief vor.

00:28:08: Ich wusste gar nicht, dass den gibt aber gut.

00:28:11: Ja, und dann ja.

00:28:12: Und deine Schwester ... Ich versuche dich und bist du das?

00:28:18: Na ja, dann hatten wir so ein bisschen Kontakt aber nicht wirklich.

00:28:21: Es lief dann über Briefe.

00:28:24: Dann hatte der Geburtstag.

00:28:27: Und dann hat seine Frau mich kontaktiert und hat gesagt, willst du nicht mal vorbeikommen als Überraschung, dass ihr euch mal kennenlernt.

00:28:34: Ist natürlich dahin gefahren!

00:28:37: Und da war schon, der hat die Tür aufgemacht.

00:28:41: Ich hab halt gedacht, das steht ne fremde Frau und guckte mich an.

00:28:45: Und dann wusste er auch sofort ... Ey!

00:28:48: Das ist meine Schwester also... Also das war schon mal cool.

00:28:51: Meine Schwester war zu dem Zeitpunkt nicht da, die kam ein bisschen später und da hatte ich mich oben versteckt.

00:28:56: Mein Bruder war ganz aufgeregt und ...

00:28:59: Ja,

00:29:00: wir kriegen nachher noch Besuch.

00:29:02: Und sie dann so, ja, wer soll noch kommen?

00:29:04: Dann hab ich halt die Treppe runtergekommen und da war auch so... Wir haben uns gesehen und es war einfach ... Es war gleich eine Nähe.

00:29:14: Also wir haben jetzt keinen Kontakt mehr.

00:29:16: So viel zu diesem Thema Familie.

00:29:19: was ist Familie?

00:29:20: also Ich liebe und schätze die alle aber Wir haben halt irgendwie dann doch nicht so das gleiche Leben oder die Nähe, also es ist ... Familie ist einfach eine eigene Definition.

00:29:37: Also die sind alle für mich Familie!

00:29:40: Aber natürlich, Mama und Papa sind für mich mega krass nah und die liebe ich über alles.

00:29:45: Und so nach Emma und so, ne?

00:29:50: Und so.

00:29:51: Ja!

00:29:57: Kurz, ich bleibe professionell.

00:29:59: Ich

00:29:59: rede mich im Kopf und

00:30:02: sage ... Gab es Phasen schon in deiner Kindheit, in denen du dich anders gefühlt hast?

00:30:08: Ja oft!

00:30:10: Oft, also du merkst das ja irgendwie.

00:30:12: Also ähm...ja irgendwie vorhin.

00:30:20: Diese Vorurteile die man dann manchmal so hat.

00:30:27: Du wirst halt schon besonders beguckt.

00:30:30: Was ein bisschen durch den Vergrößerungsglas ist, du wirst immer besonders betrachtet?

00:30:34: Ja genau!

00:30:36: Also auch gerade im Vergleich dann mit meinen Verwandten so was... also ich hatte gleichaltige Cousins und Cousinen und da wurde dann schon einmal geguckt.

00:30:46: und wenn ich dann grade als Richtung Pubertät ging und ich dann irgendwie andere Interessen hatte Zum Beispiel die Lernen und so total geil fand.

00:30:56: Da war dann immer so, ja, also guck mal aber die ... Und ich glaube auch, dass meine Eltern tatsächlich viel unter Druck standen.

00:31:05: Die muss jetzt gut werden ungefähr.

00:31:08: Aber du wusstest von Anfang an, dass du adoptiert bist?

00:31:10: Es wurde kein Garennis draus gemacht... Nee

00:31:12: Gott sei Dank nicht!

00:31:13: Das würde ich aus meiner Erfahrung heraus und auch aus dem was ich rückgemeldet bekomme.

00:31:19: Von anderen ist das tatsächlich der Weg, kindgerecht.

00:31:24: Also ich hab dann aber ... Weil ich's natürlich nicht gleich verstanden habe, hab ich immer gedacht alle Kinder kommen aus Berlin und da holt man sich die.

00:31:37: Wir haben ja dann als wir schon zusammen waren, da haben wir noch mal in Berlin Recherche betrieben.

00:31:43: Mittlerweile war ja die Mauer gefallen.

00:31:45: Das war alles viel früher.

00:31:48: Wir sind nach Berlin und haben uns ein paar Tage Zeit genommen, recherchiert über deine Familie.

00:31:53: Da gab es ein Erlebnis, das werde ich nie vergessen, da kriege ich auch schon wieder Gänsehaut ... Wir wussten die Adresse, wo du abgeholt wurdest von der Polizei und dem Jugendamt.

00:32:04: Und du warst ja, man musste sich das immer auf die Zunge zergehen lassen, ein, ein Viertel Jahr alt bei dieser Herausnahme aus der Familie.

00:32:14: Ich bin gefahren in diese Straße eingebogen

00:32:17: Aber wir wussten noch nicht, dass das die Straße

00:32:19: schon ist.

00:32:21: Und fahren direkt auf das Gebäude zu und du hast draufgezeigt da oben dieses Fenster.

00:32:26: Da hab ich gewohnt!

00:32:28: Ja...

00:32:30: Das war für mich total irre.

00:32:32: Weil ich war ja bewusst zumindest nie in diesem Haus so.

00:32:36: Und das war wirklich auch für mich so, dass ich gedacht habe, boah!

00:32:41: Du konntest es nicht wissen?

00:32:42: Jeder vernünftige Mensch hätte gesagt nein Sie kann es nicht wissen, aber du hast genau auf das Fenster gezeigt.

00:32:49: Wir sind dann ja ausgestiegen in das Haus und... Also ich muss ein bisschen zurückspulen, ein zwei Schritte zurück.

00:32:57: Wir haben ja dann recherchiert wir sind zum Jugendamt in Berlin und haben eine unglaublich nette Mitarbeiterin des Jugendamtes getroffen.

00:33:06: Ganz spontan, ohne Voranmeldung?

00:33:08: Darf ich ... Ja.

00:33:09: Natürlich ist es deine Show!

00:33:11: Also das ist auch tatsächlich so ein Ding, die eigene Akte einsehen.

00:33:16: Das ist nicht so leicht.

00:33:18: Da überhaupt einen Recht zu haben, da reinzugucken und da dranzukommen.

00:33:24: Und inzwischen hieß es halt, nee, die Akten gibt's alle nicht mehr.

00:33:29: Ich weiß gar nicht mit wem ich alles telefoniert hab bis sich da überhaupt dran kamen Und wir dann in die Akte gucken durften, genau.

00:33:39: Das

00:33:39: wurde ja noch umgezogen und wurde mit einem anderen Amt zusammengelegt?

00:33:44: Ja, das war ganz kompliziert.

00:33:46: Dann kamen wir in dieses Jugendamt und die Mitarbeiterin hat uns dann in ein Nebenzimmer geführt und gesagt, hier ist die Akta ... Sie dürfen sich keine Kopien anfertigen, aber ich kann sie jetzt allein lassen damit.

00:33:59: Ich war dann als Begleitung mit, weil wir auch eben nicht wussten was drinsteht... ...sie dürfen sich die Akte ansehen, aber sie dürfen keine Kopin machen.

00:34:08: Wie gut dass wir eine Tour gemacht haben und viele Fotos so von der Stadt gemacht haben?

00:34:15: Das war ganz

00:34:16: spannend!

00:34:18: Genau.

00:34:19: Und dann hatten wir Einsicht in dieser Akte und konnten sehen, und dann wussten wir eben auch zufällig wie die eine Nachbarin hieß?

00:34:28: Nee!

00:34:29: Wussten wir nicht.

00:34:30: Nein!

00:34:31: Das stand da gar nicht drin.

00:34:33: Nein?!

00:34:34: Wir sind doch da in dieses Haus wo ich gesagt habe...

00:34:37: Ja ja genau.

00:34:38: Dann sind wir da rein Und sind da einfach die Treppe

00:34:41: hoch?

00:34:41: Entschuldigung, mein Fehler.

00:34:43: Nein wir sind dann die Treppen hoch und so ... Dann kamen da eine Frau mit einem Körbchen und die wollte grad irgendwie wirklich wie bei Rotkäppchen ne?

00:34:53: Die hatte weiß das noch?

00:34:53: So ein Körpchen naja okay!

00:34:56: Und sie hat dann gefragt kann ich Ihnen helfen?

00:34:58: Na ja klar fremde Leute im Haus ist ja mal bisschen gut wenn man aufeinander achtet.

00:35:04: Und dann hab ich gefragt, kennen Sie die Familie?

00:35:08: So und

00:35:08: so.

00:35:09: Und dann sagte sie ... Ja!

00:35:11: Wir haben unter denen gewohnt.

00:35:13: Die sind aber schon lange nicht mehr hier.

00:35:14: Ich sag ja, ich weiß.

00:35:17: Dann habe ich gesagt, ich bin ein Kind aus dieser Familie.

00:35:22: Du hast gesagt erinnern Sie sich daran als damals hier ...

00:35:25: Ja, stimmt.

00:35:26: Als damals das Kind hier rausgeholt wurde,

00:35:29: ja.

00:35:29: Das wusste sie?

00:35:30: Ja,

00:35:31: genau und die Dame hieß auch noch Frau ... Man wird ja dann so kitschig, ne?

00:35:39: Nee, das war also wirklich ganz toll.

00:35:40: mit der hab ich nachher auch noch telefoniert und ihr habt mir da noch Sachen erzählt.

00:35:44: man möchte ja immer irgendwie so viel wissen.

00:35:46: Mir fehlt ein gutes Jahr irgendwie und es gibt keine Babyfotos von mir oder irgendwie so.

00:35:54: Ja, also da war schon die Akte so ganz toll.

00:35:56: Aber natürlich auch dieses ... Hey!

00:35:58: Wir haben plötzlich einen Nachbarin gefunden, der diese Familie kennt und die mir erzählen kann.

00:36:05: Hey!

00:36:05: Und ich kenne noch den Vater, ich kenn noch den Opa, ich kenn Obla.

00:36:10: Die haben hier alle miteinander.

00:36:12: Es war so richtig...

00:36:14: Man möchte ja jede Information wahrscheinlich aufsaugen?

00:36:17: Also wirklich alles was geht.

00:36:20: Dann hast du ja auch noch ein Foto bekommen von deinem leiblichen Vater, den du ja leider nicht kennengelernt hast.

00:36:25: Ja!

00:36:25: Ich habe ja ... oh Gott jetzt kommt die ganze Geschichte hier ne?

00:36:29: Also wenn ihr euch langweilig seid wahrscheinlich... Ja, ich hab doch vorher bevor wir uns kennengelernt waren.

00:36:35: Da warst du auf dem Technorave so viel in Berlin?

00:36:38: Ich war mit meinen Freunden ... Das ist ja auch noch so ein Ding wenn man adoptiert ist.

00:36:43: Ich liebe meine Eltern über alles und wir haben immer ganz offen gesprochen und sie haben natürlich gemerkt, da ist Interesse an der leiblichen Familie.

00:36:50: Und dann haben Sie auch immer Angeboten, wenn du möchtest, wir kommen mit, na so!

00:36:54: Ich wollte aber nicht, ich wollte das nicht mit denen So ein Loyalitätskonflikt.

00:37:01: Ich möchte ja nicht meinen Eltern wehtun, das ist für die bestimmt auch ganz komisch, obwohl wir da drüber gesprochen haben.

00:37:07: aber irgendwie war das so meins ich wollte es mit mir ausmachen und dann waren meine Freundinnen und ich so jung und dann wollten wir nach Berlin auf die ... wie hieß sie noch?

00:37:17: Love Parade, genau.

00:37:19: Ach

00:37:19: so rund mir.

00:37:20: Ja!

00:37:21: Und ich wusste dann dass meine Oma in Berlin halt ja noch wohnt Hatte auch die Telefonnummer, weil ich wurde als mein leiblicher Vater verstorben ist.

00:37:32: Wurde ich kontaktiert wegen des Erbes und so weiter und so

00:37:36: fort.

00:37:37: Das hätte ja eigentlich gar nicht passieren dürfen.

00:37:38: das wäre ein schwerer Behördenfehler?

00:37:40: Ja genau bei meinem Name anders es sei der Adoption.

00:37:49: Und da hatte ich halt die Nummer und hab da angerufen habe ich gesagt hallo kennen sie.

00:37:55: und da hab ich nach meinem leiblichen Vater gefragt, ja das ist mein Sohn.

00:37:59: Da bin ich ihre Enkelin!

00:38:01: Und die wusste sofort und da war ich halt natürlich auch total überrascht und habe gedacht, huch, die weiß von mir weil ich immer das Gefühl hatte, die wissen gar nicht mehr von mir, ich existiere gar nicht.

00:38:12: und als Adoptierte hat man ja auch oft das Gefühl ... dass man eben nicht gewollt war.

00:38:21: Das is aber nicht so.

00:38:24: Es gibt eben Umstände, unter denen man Kinder nicht groß kriegen kann.

00:38:30: Wo man selber mit sich beschäftigt ist und so.

00:38:32: Und das war auch ein Learning in dieser ganzen Geschichte

00:38:37: halt.

00:38:37: Darum habe ich es am Anfang gesagt, um demgleich entgegenzuwirken bei immer dieses Klischees.

00:38:41: Auch Leute die ihre Kinder zur Adoption freigeben haben einfach keinen Bock drauf und wollen die Arbeit nicht.

00:38:46: Und es gibt es ja mit ganz vielen Klischeen behauptet.

00:38:49: Daher habe ich anfangs gesagt sie waren nicht in der Lage dich adäquat zu versorgen.

00:38:54: Also, die hatten selber mit sich so zu tun.

00:38:57: Ich kann auch sagen ... Wir haben ja ganz gruselige Sachen in der Akte gelesen und wo ich natürlich auch dran zu knapsen habe und hatte, wobei heute nicht mehr so.

00:39:11: Was mir ganz doll geholfen hat ist einfach dieses Es gibt nicht die eine Wahrheit!

00:39:17: In der Akta steht viel.

00:39:19: Ich habe viel gehört von Leuten, die ich eben noch getroffen hab.

00:39:22: Sei es leibliche Verwandtschaft oder Nachbarn oder wie ... Und ich hab natürlich meinen eigenen Blick darauf.

00:39:29: Ich hab das was meine Eltern mir erzählt haben, was sie wiederum vom Jugendamt gehört haben.

00:39:34: aber es gibt nicht die eine Wahrheit und das ist auch das was ich mit den Klienten ganz oft habe.

00:39:38: wir suchen nach Identität und wir suchen ja nach der einen Wahrheit.

00:39:44: Wir wollen diese Lücke schließen Aber es gibt keine Wahrheit was mir eben sehr geholfen hat, das einfach anzunehmen.

00:39:54: Ich hab Informationen und ich werde nie die ganze Wahrheit rauskriegen.

00:39:59: Es sind alles Perspektiven darauf, was geschehen ist.

00:40:03: Für mich ist mein eigenes Bild entstanden und es ist für mich okay.

00:40:08: Und seitdem ... Ja du hast das ja live mitgekriegt.

00:40:13: Ab da war irgendwie so eine Ruhe da, Ja, das bin ich.

00:40:17: Das ist meine Geschichte.

00:40:18: Es ist okay und es ... ist so!

00:40:22: Ja...

00:40:28: Du hast ja bis heute leider die Chance nicht gehabt deine leiblichen Eltern noch zu erwischen.

00:40:34: Sie sind ja verstorben bevor du letztlich den Erfolg hattest sie zu finden.

00:40:39: aber du hast mit deinem Bruder meinem Schwager immer noch Kontakt unter Familie immer noch regelmäßig.

00:40:45: wir sehen uns regelmäßig große Stöckteiner Identität, die da quasi zurückgewonnen wurde.

00:40:51: Und das ist auch total witzig!

00:40:53: Also ich kann ja so ein bisschen sehen... Wir sind halt getrennt voneinander aufgewachsen und mein kleiner Bruder wird zu sagen wir sind uns ähnlich?

00:41:06: Ich finde wir sehen uns sehr ähnlich obwohl wir auch unterschiedliche Väter haben.

00:41:11: aber wir sehen es trotzdem verdammt ähnlich.

00:41:16: Ja, auch so von der Art.

00:41:17: Manche Gesten und so ... Aber das ist auch faszinierend als ich klein war oder so.

00:41:27: Und wir haben natürlich nicht jedem auf die Nase gebunden hier.

00:41:31: Wenn ich mit meinen Eltern unterwegs war, da hieß es auch ganz klar, du siehst aus wie deine Mama!

00:41:39: Ja, also auch das ist spannend.

00:41:41: Weil viel so übergästig nie mehr kommt.

00:41:43: Das guckt man sich ab und so.

00:41:45: Also wieviel steckt überhaupt in uns drin an?

00:41:49: Spannend alles!

00:41:52: Super Thema Hammer.

00:41:53: könnte man glaube ich noch stundenlang drüber weiter reden.

00:41:55: aber hier stapeln sich schon zwei Fragen.

00:41:59: Willst du die erst stellen?

00:42:01: Nein, nein, dann kam beziehungsweise eine implizierte das ein bisschen.

00:42:05: Ich habe nämlich hier die Frage Wie und wo habt ihr euch kennengelernt?

00:42:10: Entschuldigung.

00:42:15: Ja, also das ist natürlich jetzt ein ziemlich harter Bruch aber okay ... Gut du warst in Lilienthal, hast mittlerweile dann bei deinen Eltern gewohnt...

00:42:33: Ich hab Fern geguckt!

00:42:37: Sonntagsmorgen, so nach dem Feiern.

00:42:40: Ich war ja mein Jung.

00:42:42: Dann hab ich ordentlich gefeiert und am Sonntagmorgen hab ich dann abgewaschen ... Wie sagt man?

00:42:47: Wohnküche irgendwie.

00:42:49: Und hab auslangenweile die Glotze angemacht und war am Abwaschen.

00:42:53: Dann habe ich deine Stimme gehört.

00:42:56: Sie fand ich total cool!

00:42:59: Hallo!

00:43:04: Habe ich mich umgedreht und hab dich da gesehen in einem Interview.

00:43:07: Und dann dachtest du, oh Gott!

00:43:10: Nein... Ich habe dann so gedacht, aha, das klingt ja nett.

00:43:15: So naja, wolltet ihr was sagen?

00:43:18: Nee,

00:43:18: nein, nein.

00:43:20: Hau raus.

00:43:21: Na ja, und dann gingst du mir irgendwie nicht mehr aus dem Kopf Und da hab ich halt geguckt, was das für eine Sendung ... Da lief dann ja noch ein bisschen was von dir.

00:43:29: Das

00:43:29: war damals mein großer dicker Peinlicher Verlobter muss man sagen.

00:43:32: Der Name war Programm also ... Man muss so sagen zu der Zeit habe ich ja noch ca.

00:43:36: Achtzig Kilo gewogen und war jetzt nicht gerade das, was man der deutsche Brad Pitt nennen würde.

00:43:43: Aber es waren meine Stimmen.

00:43:47: Ja!

00:43:47: Genau.

00:43:48: Dann hab ich immer an dich gedacht.

00:43:51: Damals war ja noch nichts mehr so ... Ups, Entschuldigung.

00:43:52: Nichts mit sozialen Medien und dass man jemand schnell anschreiben konnte bei Insta

00:43:57: oder so?

00:43:57: Nee, nicht so richtig.

00:43:58: Aber ich hab halt irgendwie ... Muss mal überlegen ob ich das sag, aber du kannst das hinterher rausschneiden.

00:44:06: Also, ich habe damals beim TÜV gearbeitet.

00:44:09: So, und ich fand das sehr langweilig.

00:44:13: Nee, ich hab nicht geprüft.

00:44:15: Ich hab da in der Sachbearbeitung gearbeitet.

00:44:17: Ich fand das total öde.

00:44:18: Na ja ... Da gibt's bestimmt auch spannende Jobs!

00:44:22: So und dann hab' ich ... Weil du mir nicht aus dem Kopf gingst?

00:44:27: Diese Stimme.

00:44:28: und so habe ich gedacht, guck mal bei Sat.

00:44:31: Eins nach.

00:44:33: Mittagspause mal eben gecheckt.

00:44:36: Internet gab es schon.

00:44:38: Und dann habe ich gesehen, ah okay da steht ein bisschen was über die Sendung und dann konnte man da drauf klicken und dir eine Nachricht schreiben.

00:44:45: Und dann hab' ich dir ne Nachricht geschrieben, oh ja deine Sendung ist so weiß ich nicht, nicht so meins aber du scheinst ganz nett zu sein.

00:44:55: Hab' er gedacht, der antwortet nicht das kriegt er sowieso nicht.

00:44:58: Das ist

00:44:58: so romantisch.

00:44:59: Ja ist toll, ne?

00:45:01: Ja und dann hast Du tatsächlich geantwortet!

00:45:07: Ich war das gar nicht.

00:45:10: Jetzt kommt's raus!

00:45:13: Das verrate ich nicht, das darf ich nicht verraten.

00:45:16: Nein man, ich verrate auch nicht was sie mir geschrieben hat.

00:45:19: aber ich muss dazu sagen also wir haben damals tausend vierhundert Frauen geschrieben was ja völlig merkwürdig war weil mein Job in dieser Sendung ja war mich völlig daneben zu benehmen und ich weiß nicht ob ich da irgendwie so ein Komplex in den Frauen ausgelöst habe dass die dachten irgendwie ich kriege ihnen schon wieder hin Ich hab mich ja wirklich schlecht benommen, das war mein Auftrag.

00:45:37: Ich habe Geräusche von mir gegeben, die man am Essstisch nicht hören möchte und auch nicht so tolle Dinge gemacht.

00:45:47: Aber wie gesagt, Tausend vierhundert Mails habe ich bekommen und eine davon habe ich geheiratet.

00:45:52: Also nicht die Mail?

00:45:54: Ja!

00:45:54: Naja, und dann haben wir uns halt kennengelernt.

00:45:56: Und du bist nach Äppendorf gekommen?

00:45:59: Weil du ja in Hamburg auch deine Ausbildung gemacht hast eine deiner ... ... vierzig ausbildungen.

00:46:05: Ja!

00:46:06: Das ja deine Fitness-Lizenz hier in Hamburg gemacht.

00:46:08: Du wusstest gar nicht, dass sie aus Hamburg kommen.

00:46:10: Ich dachte,

00:46:11: ich komme aus Köln wie alle Fernsehenasen.

00:46:14: Was ganz überraschend war, hab ich gesagt okay, lass uns doch treffen... In Hamburg wo ich auch bin und dann so ach Mensch das ist ja ein Ding.

00:46:22: Und dann haben wir unser erstes Date hier in Eppendorf gehabt natürlich, weil ich aus der Eppendofe eben kam.

00:46:28: Sollen wir sagen wo?

00:46:30: Ja und zwar... Ich weiß nicht ob ihr das noch kennt, dass Baluchistan kleine Eppndorfer Landstraße da, wo ganz früher Malzahn drin war.

00:46:39: Der Fahrradladen, ich weiß nicht wer den noch kennt.

00:46:42: Da ist schon weniger Jahr hier.

00:46:44: Okay, ich bin echt hier alt im Baluchistan und das Lustige war, uns unabhängig voneinander das gleiche bestellt.

00:46:53: Und da war irgendwie schon klar, ah okay dann hab ich hier noch so romantische Sachen erzählt von dem Friedhof bei K-Stadt?

00:46:58: Ja da haben wir nämlich geparkt.

00:46:59: Da sind

00:47:02: wir zu Fuß da diesen Weg lang gegangen an diesem Mini Park da.

00:47:07: Genau wo dieses Sack Nein Denkmal von Wolfgang Beuchert steht.

00:47:11: Da sind wir entlang gegangen und hatten da eigentlich schon das Gefühl, auch eigentlich könnten wir unsere Hände nehmen.

00:47:16: Haben es aber nicht gemacht?

00:47:18: Wir hatten dann unser erstes Day.

00:47:20: Nein, dann sind wir zu mir nach Hause und haben ...

00:47:24: nein!

00:47:26: Und Emma so oh mein Gott!

00:47:38: Nein, nein, nein... Wir haben beim ersten Date noch nicht mal geknutzt.

00:47:43: Nee, weil ich Pipi musste.

00:47:51: Wir sind dann... Wie viel wollen wir erzählen hier?

00:47:55: Ich

00:47:56: weiß.

00:47:59: Du kannst es ja hinterher rausschneiden, da bist du nicht nur die hier!

00:48:06: Ich sag gar nichts, wenn erzählst du das.

00:48:08: Also wir sind ganz romantisch T-Chart.

00:48:11: weil er nun mal nicht aus Hamburg, dann wollte er mir vorher bevor wir essen.

00:48:14: Nee hinterher.

00:48:15: Wolltest du mir noch ein bisschen von der Stadt zeigen?

00:48:17: Immer

00:48:17: erst

00:48:17: Essen.

00:48:17: Ja ja immer erst Essen genau und das war die Apfelschorle, die ich getrunken habe.

00:48:23: Dann sind wir halt zum Hafen gefahren.

00:48:26: damals konnte man da noch gut parken so mit Blick auf den Hafen und dann saßen wir im Auto und es war so ... Ach das war so ein bisschen.

00:48:33: heute würde man sagen cringe.

00:48:35: Das war so n bisschen... Hein

00:48:37: lege!

00:48:39: Wir

00:48:40: haben uns unterhalten und aufs Wasser geschaut.

00:48:42: Und dann hab ich schon immer gedacht, das wär jetzt so der Moment eigentlich.

00:48:48: Du hast es auch gedacht, jetzt könnte man langsam knutschen ...

00:48:54: Nee, ehrlich gesagt nicht!

00:48:55: Echt?

00:48:56: Nein, weil...

00:48:58: Es ist klar.

00:48:59: Nein, nein, nein.

00:49:00: Ich muss verstehen.

00:49:01: Weil ich nicht gedacht hätte, dass ich ... Das klingt total blöd aber ... Nein, weil ich dachte irgendwie ... Ich kann mir nicht vorstellen, dass sie mich attraktiv genug findet, mich zu knutschen.

00:49:12: Hätte ich mich denn sonst mit dir getroffen, Muckel?

00:49:15: Ja frag' ich mich ja ein bisschen!

00:49:16: Ich hab aber jeden Tag das Gefühl du kommst nicht mehr nach Hause und ... Nee, insofern ... Also ich war da immer noch unsicher.

00:49:32: Ich hätte dich knutschen können, wenn ich nicht im Hinterkopf gehabt hätte.

00:49:36: Oh nein!

00:49:36: Ich muss mal pipi.

00:49:39: So und dann hast du gefragt ob wir noch was trinken gehen wollen?

00:49:43: Und hab ich gesagt ja, wenn dann Klo ist ja.

00:49:47: Dann hab ich dir von der Hamburger eigene Art erzählt, dass Gastronomen in Hamburg nicht verpflichtet sind, Toiletten zu haben.

00:49:52: Ja

00:49:52: und dann hatte ich Angst!

00:49:53: Und dann sind wir was trinken gegangen und waren damals noch als es sie noch gab diese Bar.

00:50:01: Die gibt's jetzt mittlerweile nicht mehr.

00:50:03: Die war im Radisson Hotel und da haben wir uns dann auch entschieden dort unsere Hochzeit zu feiern.

00:50:07: Im Radisson.

00:50:09: Genau.

00:50:13: Wann wir geknutscht haben?

00:50:16: Eine Woche später... Da war ich dann wieder in Hamburg, aber in der Zwischenzeit haben wir wie viele Stunden telefoniert?

00:50:25: In drei Tagen, sechszehn Stunden.

00:50:29: Und damals wurde ja noch Minuten genau abgerechnet!

00:50:32: Da waren doch nix mit Flatrate und so, also es war eine richtige Investition.

00:50:37: Bis heute...

00:50:40: Ich zahl bis heute an der Telefonrechnung.

00:50:44: Dann haben wir uns relativ schnell nicht zusammengerauft.

00:50:47: Wir sind ziemlich schnell zusammengekommen und du bist dann auch ziemlich schnell nach Hamburg gezogen, du wolltest dir eine eigene Wohnung nehmen?

00:50:54: Ich wusste ja auch nicht was das hier so kostet!

00:50:57: Ich hab ja gedacht, naja gut, ist wie bei uns auf dem Dorf, zeigt man nicht ganz so viel...

00:51:02: Na aber dann hast du gedacht, du kommst jetzt in die Großstadt.

00:51:04: und hattest Du Angst vor der

00:51:05: Großstadt?!

00:51:08: Nee, also vor der Großstadt nicht.

00:51:10: Aber ich komme ja nur ein bisschen da wo es grün ist ne?

00:51:13: Also bin in so einem Familienhaus groß geworden.

00:51:16: dahinter sind dann Felder und man macht alles so schön mit dem Fahrrad.

00:51:19: Und man fährt auch nicht von Ampel zu Ampel sondern man kann ordentlich Strecke machen.

00:51:23: Nicht wie hier.

00:51:26: Ja... Ich glaube, ich hatte so Bedenken oh Gott!

00:51:30: In die Stadt und dann sind da nur Häuser.

00:51:35: Dann war ich in Eppendorf und es war alles so grün.

00:51:39: Es ist bis heute so schön grün, der Park und sowieso überhaupt.

00:51:43: Und auch eine dörfliche Atmosphäre hast du gesagt?

00:51:45: Auch das ja!

00:51:46: Zum

00:51:46: Beispiel eine Apotheke in der Nähe...

00:51:49: Das ist so toll.

00:51:51: Ihr glaubt nicht, was eine Apotheke am Anfang, wenn man irgendwo neu ausmacht?

00:51:55: Wenn man dann mal was braucht ...

00:51:56: Und wenn man noch mit Namen begrüßt.

00:51:58: Weil der Inhaber neunzig Prozent seiner KundInnen mit Namen grüßen.

00:52:02: Genau!

00:52:02: Nein aber tatsächlich das macht es halt aus.

00:52:05: Also das ist wirklich dieses Dorf.

00:52:08: also ich empfinde dass hier wie ein Dorf... Man muss sich schon überlegen, wann man rausgeht und man genug Zeit hat weil man ständig Leute trifft, mit denen man einen kurzen Klönschnack hält.

00:52:18: Also vielleicht geht es auch nur mir so und alle denken, oh Gott die ist schon wieder schnell weg.

00:52:22: Aber

00:52:22: ähm ja also das ist auch tatsächlich das was damals meine Freunde alle so gesagt haben wird wirklich in die große Stadt.

00:52:31: und nee das könnte ich ja nicht.

00:52:35: Und immer wenn sie dann hier waren und sich dann berichtet oder sie das auch mitgekriegt haben man sorgt sich auch hier umeinander und das ist hier wirklich dürflich Den Apotheker, man kennt hier seinen Bäcker.

00:52:48: Und es ist also ... Es ist ja wirklich ein Dorf so.

00:52:52: Ja,

00:52:52: absolut!

00:52:54: Was war Eppendorf denn für dich?

00:52:57: Naja, ich drück's mal so aus.

00:52:59: Eppendoff ist jetzt aber wahrscheinlich auch für Hamburg nicht unbedingt repräsentativ.

00:53:02: Wäre das anders gewesen wenn du irgendwie in der Schanze angekommen wärst?

00:53:08: Weiß ich nicht...

00:53:09: Oder ist sie vielleicht genauso dörflich letztlich?

00:53:11: Ich kann mir vorstellen, dass es auch eine Typfrage ist.

00:53:15: Also ich bin damals noch, als ich bei uns im Haus eingezogen bin von Tür zu Tür gegangen mit so einem kleinen Blümchen.

00:53:21: Ich habe gesagt hallo!

00:53:21: Ich bin die neue Nachbarin und ich weiß nicht ob man das heute noch so macht.

00:53:25: Nein

00:53:26: ihr musst jetzt nicht mehr.

00:53:27: Jetzt kennen sie mich schon ne?

00:53:30: Nein also vielleicht ist es auch wirklich eine Typfrage aber ich kann mir vorstellen dass in der Chance auch... Dieses Dorfgefühl, das man schon guckt in der näheren Nachbarschaft.

00:53:39: Ich weiß es nicht, keine Ahnung... Aber hier ist es halt so schön gerühnt überall!

00:53:43: Ich erinnere mich, da haben wir uns... ich habe irgendwie den ganzen Tag gearbeitet und bin abends nach Hause gekommen.

00:53:48: Und wie war deinen Tag?

00:53:49: Dann hast du gesagt ja, ich war joggen.

00:53:52: Dann so, okay.

00:53:53: Wo warst du denn?

00:53:53: Ja weiß ich nicht!

00:53:55: Ich dachte, ich jogg nur einmal irgendwie um die Ecke und dann geht's weiter... Und dann hast Du mir beschrieben wo Du überall so warst.

00:54:01: Du warst da bei so einem Kreisel.

00:54:02: Ah ok, Klosterstein konnte ich nachvollziehen.

00:54:04: Und dann war ich bei soem Haus, wo ganz viele Katzen oben... also, wo so Katzen aufgemalt waren.

00:54:11: Da warst Du also ganz... Also Du wirst sich dann ein bisschen verlaufen und was dann ist..

00:54:14: Ja, ich habe dann gedacht, ach da ist die U-Bahn.

00:54:17: Da renne ich immer dran lang so, dann weiß ich ungefähr.... Ich hatte nicht damit gerechnet, dass es so viele U-Bahn gibt und ...

00:54:26: Die U-bahn.

00:54:28: Ja also ich war lange unterwegs aber...

00:54:30: Wann wurde Hamburg für dich zu Heimat?

00:54:36: Ist das überhaupt schon passiert?

00:54:37: Ja!

00:54:38: Also ich bin mehr Hamburger als irgendwie was anderes.

00:54:40: Oh Gott!

00:54:45: Joa!

00:54:46: Ich erinnere mich nicht mehr.

00:54:48: Es

00:54:48: ist so ein Infos, also relativ flott.

00:54:52: Okay Hier die Frage, bist du zu Hause der Coach oder verlässt du dann auch mal deine Coaching Zone?

00:55:01: Also kommt drauf an wen derjenige jetzt fragt und da diejenige.

00:55:05: Ich krieg ab und zu zu hören Mama hör auf mit dem Coaching.

00:55:11: so ich will nur was los werden.

00:55:12: nein natürlich bin ich Zuhause nicht coach.

00:55:16: Ja, guck nicht so.

00:55:17: Nein!

00:55:19: Also...

00:55:19: Aber wenn ich dich frage wie geht's?

00:55:21: Analysierst du mich innerlich schon?

00:55:22: Nein!

00:55:24: Nein!

00:55:26: Coach sie mich manchmal heimlich?

00:55:29: Nein.

00:55:32: Nein.

00:55:34: Also ich mache mir vielleicht manchmal ein paar Gedanken aber ich coach dich nicht immer.

00:55:40: Also ihr sagt mir das dann ja auch jetzt ist gut ne?

00:55:44: So reicht.

00:55:46: Ich mach mal einen kleinen Schwänkchen.

00:55:50: Ach, ich darf gar nicht.

00:55:50: Konneja!

00:55:51: Wie ist das Leben mit Teche?

00:55:52: Synchronsprecher, Schauspieler, Musicaldarsteller, Künstler... Ist er immer wie er isst oder ist er zu Hause ganz anders?

00:56:02: Das ist eine altbekannte Frage, die ich immer gekriegt habe.

00:56:07: Hast

00:56:07: du mir nie erzählt?

00:56:08: Doch!

00:56:10: Vergiss das nur.

00:56:13: Ja also ich finde du bist überall eigentlich Teche so.

00:56:18: Also ich empfinde dich als authentisch.

00:56:21: Natürlich merke ich manches mal, also wir sind ja alle irgendwie immer in Rollen wenn ich irgendwo bin, also wenn ich zum Beispiel als Aquatrainer im Bad war dann habe ich auch eine Rolle eingenommen und das machst du ja auch so ein bisschen.

00:56:37: aber trotzdem

00:56:38: bist du authentisch... Auch hier

00:56:39: alles ein Teil von uns.

00:56:40: Ja eben.

00:56:45: Gab es einen Moment in dem Du dachtest Ich gehe zurück aufs Land?

00:56:52: Also ich muss sagen, manchmal ... je älter ich werde, glaub ich.

00:56:57: Dann geh ich so ein bisschen mehr Ruhe.

00:57:00: Ich weiß nicht wie euch das geht, aber es ist in den letzten ... Wie lange wohne ich jetzt hier?

00:57:06: Einen zwanzig Jahre?

00:57:07: Ja.

00:57:08: Im März... Heute!

00:57:10: Heute ist der fünfte März!

00:57:12: Hey!

00:57:13: Heute wohnst du ...

00:57:15: Einen Zwanzig-Jahre hier.

00:57:16: Ja.

00:57:17: Zweiundzwanzig.

00:57:19: Wir haben zweitausendsechzehnzwanzigg.

00:57:21: Aber ich bin da.

00:57:22: Fünf hergekommen.

00:57:24: Was?

00:57:24: Ja, fünf.

00:57:25: Mmh, einundzwanzig!

00:57:26: Okay,

00:57:27: okay... Ich

00:57:28: sag es, ein und zwanzig Jahre.

00:57:30: Herzlich

00:57:30: willkommen.

00:57:31: Stimmt, da haben wir noch ... Da hat's geschneit an dem Tag.

00:57:33: Aber

00:57:33: richtig.

00:57:33: Du hast

00:57:33: mich abgeholt mit den paar Möbeln.

00:57:38: Genau was war noch die Frage?

00:57:40: Ob es einen Moment gab wo du dachtest ich geh zurück aus Land aber hattest du eigentlich nicht?

00:57:43: Ne, ne hatte ich nicht.

00:57:44: also nur jetzt manchmal dass ich denke oha das ist doch ganz schön voll geworden hier so.

00:57:48: also es ist.

00:57:49: ich finde Ja, auch das.

00:57:52: Die Baustelle nervt wirklich ein bisschen und manchmal denke ich auch so Land ist auch nicht schlecht aber... Aber das könnte ich auch nicht!

00:58:00: Also dieses Samstag Botsteine hochklappen mittags um eins?

00:58:04: Das ist es dann auch nicht.

00:58:05: Man ist natürlich auch toll.

00:58:06: hier hat man alles.

00:58:07: Gut

00:58:07: die Apotheke macht doch hier um eins zu.

00:58:11: Das macht nichts.

00:58:15: Gibt es Tage an denen du selbst denkst heute würde ich mich nicht coachen wollen?

00:58:19: Natürlich.

00:58:20: Und Gottes Willen ... Nee, ich glaub, ich wär keine gute Klientin für mich.

00:58:27: Was ist emotional anstrengender?

00:58:28: Pubertät oder Paardiskussion?

00:58:31: Mhm!

00:58:33: Und jetzt pass auf was du sagst... Jaaa!

00:58:37: Ich werke schon ab.

00:58:41: Na jaa!

00:58:49: Also Paardiskussionen also ... Bei uns kracht es ja ab und zu malen, ne?

00:58:54: Und dann kracht das.

00:58:56: Und da ist es aber auch relativ flott wieder ausdiskutiert.

00:59:00: Ach ja?

00:59:01: Find ich so!

00:59:03: Pubertyt also toll-toil-toi finde ich absolut grad noch nicht so schlimm.

00:59:09: Die Frage ist eher wie findest du das so hier?

00:59:11: beginnende Wechseljahre und Pubertät für dich?

00:59:15: Ich bin nicht autorisiert darüber zurück.

00:59:17: Okay richtige Antwort.

00:59:21: Analyse oder Intuition?

00:59:24: Intuition.

00:59:25: Land, Luft oder Großstadt-Energie?

00:59:28: Was dazwischen... Eppendorf!

00:59:33: Genau da haben wir alles.

00:59:35: was würdest du der jungen Kanäler sagen die Respekt vor der Großstadt hatte?

00:59:40: traurig.

00:59:42: wer von uns beiden ist dramatischer?

00:59:44: ich

00:59:46: glaube ich

00:59:47: weiß herkunft oder zukunft

00:59:58: Zukunft.

01:00:01: Coaching, Sitzung oder Küchentischgespräch?

01:00:06: Wir haben kein Küchendisch!

01:00:07: Ne ich weiß.

01:00:12: Hat beides seine Zeit.

01:00:13: ne also so ein Küchentliches Gespräch ist natürlich super Kann super intensiv sein kann auch allen Beteiligten unfassbar viel bringen Ist aber eine andere Ebene.

01:00:25: das ist ja auch dieses.

01:00:28: Es gibt Klienten, die kommen her und das ist ja auch der Unterschied zu Probleme.

01:00:32: Welten mit Freunden oder so?

01:00:37: Wenn ich mit einer Freundin schon ewig über ein bestimmtes Anliegen rede immer und immer wieder da wird nicht viel Neues herauskommen.

01:00:45: Also es dreht sich halt immer ... Ist dieser Problemzirkel!

01:00:49: Und wenn ich dann ins Coaching gehe... Der Coach ist ja dafür da mich aus dem Problemzirk rauszuholen Und einfach meine andere Perspektive.

01:00:58: Also durch Fragen und Metools, und Methoden schaffen wir es die Perspektiv zu öffnen.

01:01:07: Darum auch der Küchentisch ist toll, super!

01:01:10: Kann auch viel bieten und Coaching aber auch.

01:01:13: Dann besorgen wir am Samstag mal einen.

01:01:16: Tiefgang oder Leichtigkeit?

01:01:18: Beides zur richtigen Zeit.

01:01:21: Struktur oder Gefühl?

01:01:24: Mit Struktur habe ich's ja nicht so... Ich bin eher so der Gefühlsmensch.

01:01:30: Mut oder Sicherheit?

01:01:32: Sicherheit und Mut.

01:01:33: Ach Mann, das ist schwierig!

01:01:36: Ja du sollst hier ein bisschen arbeiten.

01:01:37: Ich

01:01:38: schwitze auch schon nur.

01:01:39: Aquafitness im Becken- oder Coaching im Raum?

01:01:43: Autsch... autsch dass es pießt.

01:01:48: Du kannst ja sagen beides also.

01:01:52: Ja beides

01:01:53: Hab ich dich gut gecoached.

01:01:54: jetzt bei der Frage?

01:01:56: Nee.

01:01:58: Im Coaching Nähe oder Distanz?

01:02:03: Ich hätte jetzt fast gesagt distanzierte Nähe, also eine professionelle Distanz aber eben auch das Gefühl von Verbindung.

01:02:14: Stärke zeigen oder Verletzlichkeit zulassen?

01:02:19: Das war keine Stärke, jetzt habe ich den Kulifall gelassen.

01:02:20: Das

01:02:21: ist aber schwach!

01:02:25: Verletzlichkeit zeigen Also zulassen.

01:02:31: Klartext oder sanftes Spiegelung?

01:02:39: Also ich finde, Klarheit ist immer wichtig ja.

01:02:46: Coaching-Tool oder Bauchgefühl?

01:02:52: Bauch gefühlt.

01:02:54: Alte Glaubenssätze oder neue Perspektiven?

01:02:59: Wenn das so einfach wär du!

01:03:04: Neue Perspektive eröffnen auch neue Glauben Sätze.

01:03:11: Oh.

01:03:14: Und wenn du die ein, ein Vierteljährige Cornelia trösten müsstest?

01:03:20: Was würdest du ihr sagen jetzt als zig-Jährige?

01:03:26: Puh!

01:03:27: Was würde ich ihr sagen?

01:03:29: Boah, jetzt wird es aber dramatisch hier, du.

01:03:31: Ähm ... was würde ich Ihr sagen?

01:03:36: Alles wird gut?

01:03:38: Ich weiß es nicht.

01:03:40: Man kann auch ohne Uhr vertrauen, gut durchs Leben kommen.

01:03:45: Nein alles wird gut ja.

01:03:48: Darum habe ich diese Frage als Letzte genommen.

01:03:50: oder darf ich noch was ergänzen?

01:03:51: Natürlich!

01:03:52: Du bist gut wie du bist.

01:03:54: das ist es glaube ich ja.

01:03:56: Das ist doch ein schöner letzter Satz den wir alle mit in den Abend nehmen.

01:04:01: Vielen vielen lieben Dank dass du dich gebraucht hast und mein Gast gewesen bist.

01:04:05: Vielen lieben dank Cornelia Mierendorf.

01:04:07: meine Frau einen Riesenapplaus

01:04:08: Ich liebe

01:04:09: dich.

01:04:09: danke Ja, das war eine weitere Folge von Alster Ego.

01:04:18: Eine ganz besondere und natürlich besonders emotionale Folge für mich und meine Frau Cornelia!

01:04:24: Wenn ihr Fragenanregungen oder vielleicht auch im Nachhinein noch etwas wissen möchtet über uns, über meine Frau oder über ihr Coaching-Me minus Finding Me ist die Adresse.

01:04:35: da könnt ihr mehr Informationen über sie herausfinden.

01:04:38: in der Caption findet ihr natürlich auch noch weitere Informationen.

01:04:41: Ja,

01:04:41: es freut mich wenn ihr beim nächsten Mal auch wieder einschaltet.

01:04:44: Beim nächsten mal dabei sind

01:04:46: die

01:04:46: Anja King!

01:04:48: Sie hat ihr Kind das schwer behindert ist nach einiger Zeit nach einem Breakdown in einen Heim gegeben und redet über diese Entscheidung, die ihr sicherlich nicht leicht gefallen ist.

01:04:58: Außerdem zu Gast Marvin A. Smith.

01:05:00: er isst Choreograph & Entertainer und er hat mit allen möglichen Größen im Showgeschäft in der Welt zusammengearbeitet und er wird über seine Arbeit berichten.

01:05:10: Also, schaltet auch beim nächsten Mal wieder ein.

01:05:12: Ihr findet als der Ego bei allen gängigen Podcast-Porteien und natürlich unter www.alsder-ego.de.

01:05:19: Bis zum nächsten mal!

01:05:21: Danke ich euch, macht's gut, habt einen schönen Frühling, euer Teacher!

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