Alster Ego 18 - Carolin Cords

Shownotes

Fast jeder und jede kennt das Ronald-McDonald-Haus in der Robert-Koch-Straße. Aber was passiert da eigentlich? Soviel vorab: es ist keine McDonald's-Filiale und Burger sucht man hier vergeblich. Die Leiterin des Hauses, Carolin Cords, ist mein Gast und erzählt von der wichtigen Arbeit des Hauses. Wer kommt zu ihnen? Was sind die besonderen Momente? Wie geht man mit Rückschlägen um? Warum ist ihre Arbeit so wichtig?

Wir erfahren es in diesem interessanten. emotionalen und herzlichen Podcast!

Wer für diese tolle Institution spenden möchte, kann das hier tun:

https://www.mcdonalds-kinderhilfe.org/hamburg-eppendorf/spenden/?tw_target=Ronald%20McDonald%20Haus%20Hamburg-Eppendorf

Transkript anzeigen

00:00:00:

00:00:08: Hier ist einst der Gehung.

00:00:12: Der hat Ecken drauf, viel Ecken darauf und alle, die gern so tun als würden sie hiervon.

00:00:21: Ich bin T-Genie Rolf, euer Tour Guide durch Partiz, Budiken, Klönigsschlag und kuriosen Nachbarschaftsschichten.

00:00:29: Ihr tritt mit lacher Haar drauf am Meloni

00:00:32: Heimhilz

00:00:37: auf ums Schniffeln!

00:00:45: Und

00:00:45: ein riesiges fröhlingshaftes Hallo aus dem Montsitz in der Eppendorfer Landstraße, Hundert und Sechzeh!

00:00:57: Schön, dass ihr alle wieder hier seid.

00:00:58: Mein erster Gast heute Abend ist Karolin

00:01:01: Kotz.

00:01:07: Sie ist die Leiterin des Ronald McDonald Hauses in der Robert-Kochstraße.

00:01:13: Schön, das du da bist.

00:01:15: Hallo.

00:01:16: Vielen Dank, dass ich da sein darf!

00:01:19: Caroline, du leitest ein Haus, das viele Hamburger kennen aber nur Wegenige wirklich verstehen?

00:01:24: Ronald McDonald-Haus, das klingt erst mal... Ziemlich lecker.

00:01:28: Wie viele Leute kommen wirklich bei euch vorbei und fragen nach einem Cheeseburger?

00:01:31: Es klingt ein wenig nach Kindergarten- und Geburtssparty, ich gebe zu aber es kommt tatsächlich viele vorbei und denken oh das sieht ja toll bei euch aus kann nicht mein Kind hier anmelden oder so.

00:01:48: Aber leider ist das ganz anders bei uns.

00:01:51: Keiner kommt zu uns freiwillig, weil wir sind eine Einrichtung für Familien schwer kranker Kinder die im nahegelegen Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf wie alle kennen es als UKE behandelt werden Und vor allen Dingen, es sind wirklich schwere Erkrankungen.

00:02:10: Zu uns kommt keine Familie, wo das Kind nur in Anführungszeichen eine Blinddarm-OP hat oder wo die Mandeln rauskommen.

00:02:17: Das ist leider ein bisschen schwerwiegender bei uns.

00:02:20: Aber wir versuchen, das Haus mit viel Heiterkeit und schönen Dekorationen tollzumachen.

00:02:25: Deswegen kommen so viele bei uns vorbei und denken, dass es eine tolle Kita kann.

00:02:29: Ich meine Kinderanwälte!

00:02:30: Es sieht doch immer sehr einladend aus.

00:02:32: als Kind hätte ich mir da richtig Paradies... zusätzliche Zustände vorgestellt.

00:02:35: Und du hast mich auch mal durchs Haus geführt, also es ist ja wirklich mit allem ausgestattet.

00:02:39: Vor allem ganz oben mit einem tollen Blick über die Robert-Kochstraße ist da so ein Spieleparadies mit so einer Kletterburg und ganz viele Spielsachen.

00:02:49: Wir haben ein tolles Spielzimmer, wir haben auch einen tollen Garten mit einem tollen Kletterturm.

00:02:56: Diese Rutsche oder Spiele-Turm, den du gerade erwähnt hast dafür fehlen uns noch die Spendengelder.

00:03:01: also wenn jemand das uns spenden möchte würde ich nicht nein sagen.

00:03:05: Auch

00:03:05: dafür sind wir ja jetzt hier!

00:03:06: Genau genau.

00:03:08: aber Wenn du das so empfunden hast, freut mich das total.

00:03:12: Weil wir versuchen immer... Wir sagen, wir sind ein Zuhause auf Zeit und das soll natürlich nicht nur irgendein Werbeslogan sein sondern es soll für Betroffene auch wirklich Gefühl sein.

00:03:24: Das heißt sie sind die ganzen Tag auf der Station im UKE und im Krankenhaus.

00:03:29: Auch wenn's noch so toll und noch so modern aussieht ist halt ein Krankenhaus so Und wir versuchen ganz bewusst da einen Gegenpunkt zu setzen modern zu sein, komfortabel.

00:03:44: Aber nicht übertrieben schick sondern es soll zu alledem auch noch eine heimelige Note geben wo man sich halt wohl fühlt und denkt okay ich bin zwar nicht richtig Zuhause aber ein bisschen fühle Ich mich für die Zeit meines Aufenthalts hier Zuhauses.

00:03:59: also das bedeutet ihr seid im Grunde Ersatzwohnungen in der Nähe des UKI für Familien, deren Kinder gerade dort behandelt werden.

00:04:08: Also ihr therapiert selbst jetzt nicht?

00:04:11: Ihr habt jetzt keinen Ansatz dass ihr selbst heilende Funktionen habt sondern ihr seid so eine Art ja Hotel ist ein blödes Wort Zusammenleben von mehreren Familien?

00:04:21: Die Grundidee dahinter ist noch mal, dass ein Kind erkrankt sehr schwer.

00:04:27: Eltern sind in Sorge, weil es ist entweder zur Welt gekommen mit einer angeborenen Stoffwechselstörung, es hat einen Herzfehler oder es muss sich eine onkologischen Behandlung unterziehen.

00:04:41: so und wir Hamburger sind hier verwöhnt ganz viele Krankenhäuser vor der Tür und vielleicht ist es mal dreißig Minuten Auto weg.

00:04:51: Für viele Familien, die aber an anderen Orten in Deutschland wohnen oder auch nur Seißen- oder Hamburger Speckgürtel bedeutet das.

00:04:58: Mein Kind ist krank liegt auf der Station und ich muss jeden Tag eineinhalb Stunden hin und anderthalb Stunden zurück pendeln.

00:05:06: Und da wird es halt schwierig und da setzen wir an weil es ist halt neben nicht nur ein Elternteil was das Kind unterstützt und dass auch mal machen kann.

00:05:15: also ich glaube zwei drei Tage hintereinander schafft das jeder von uns.

00:05:22: Die meisten Familien bleiben im Schnitt neununddreißig Tage bei uns.

00:05:27: Einige sogar vier, fünf Monate ... Und da wird es dann herausfordernd.

00:05:32: Zumal viele Familien ja auch mehrere Kinder haben, oftmals sind das noch andere kleine Geschwisterkinder.

00:05:38: und da fängt es an weil die Familie muss einerseits für das Patientenkind da sein will natürlich dafür auch dasein dass Kind möchte Mama und Papa in der Nähe haben möchte aber auch seine den großen Bruder und die Kleine Geschwester in der nähe haben Kann man machen, aber ich glaube den meisten wird es dann auch spätestens nach einer Woche schon recht zu teuer.

00:06:07: Sucht mietet man sich eine Wohnung?

00:06:09: Ja da miete ich mir eine leere Wohnung.

00:06:11: Aber wie verpflege ich mich denn?

00:06:14: und da setzen wir halt an mit einer kostengünstigen Unterkunft nahe der Klinik.

00:06:20: Wir haben Familienappartments, eine große Gemeinschaftsküche.

00:06:25: Ein Spielzimmer, du hast es schon erwähnt ein TV-Zimmer.

00:06:29: wir haben

00:06:29: einen großen Garten und das ist halt der Ort wo sich die ganze Familie aufhalten kann wo beispielsweise auch mal eine Großmutter vorbeikommen kann in der Küche was kochen kann Und die Eltern sind ganz in Ruhe bei dem Patientenkind im UKE und kommen dann wieder nach Hause Donald House und können sich dann halt auch um das andere Geschwisterkind kümmern.

00:06:53: Großartige

00:06:54: Sache!

00:06:55: Gibt es bei euch eine Linie auf der Landkategorie, ihr sagt okay bis hundertdreißig Kilometer nehmen wir Patientenfamilien nicht an?

00:07:05: Alles darüber hinaus darf zu uns kommen.

00:07:07: oder ist das ne schwebende Grenze?

00:07:08: wird das im Einzelfall entschieden?

00:07:10: Also wir versuchen immer alles möglich zu machen.

00:07:13: Wir haben eine lange Vormerkliste, die Familien werden uns von den Stationsleitungen zum Teil auch von den Ärzten angemeldet.

00:07:22: also da ruft dann jemand an und sagt Monika acht Jahre bekommt am sechsten Juni eine Knochenmarkstransplantation.

00:07:31: bitte schon mal ein Zimmer reservieren.

00:07:34: Die Familie kommt aus Süddeutschland zum Beispiel Und dann bekommt das, wenn jemand aus Süddeutschland kommt, achthundert Kilometer weit entfernt herkommt.

00:07:43: Ist natürlich automatisch eine höhere Dringlichkeit als wenn jemand nur in Anführungszeichen aus Aumühle kommt.

00:07:51: Aber wenn eine Mama Zwillinge bekommen hat und Kaiserschnitt hatte und jeden Tag von Aumüle mit der S-Bahn ins UKE fahren muss zu den Babys die halt noch auf der Intensivstation legen, oder eine Familie natürlich auch nicht nur eine seelische, sondern auch wirklich eine körperliche Herausforderung.

00:08:12: Von daher ist es immer so ein bisschen Ermessensfrage.

00:08:17: Manchmal ist es auch schwer zu entscheiden wenn wir mehrere Vormerkungen von einer Station haben aber dann spielen wir den Ball auch an die behandelnden Ärzte zurück und die entscheiden dann bei welchem Kind die höchste Dringlichkeit ist.

00:08:31: Ist das an bestimmten Einkommensgrenzen gebunden?

00:08:36: Bohnen können?

00:08:37: Überhaupt nicht.

00:08:39: Also das werde ich ganz häufig gefragt, es liegt natürlich auch nahe weil man denkt ja man kann sich ja auch ein Hotelzimmer leisten viele können das sicherlich auch.

00:08:52: Aber der grundlegende Unterschied ist halt, dass sie im Ron MacDonald Haus sieht.

00:08:56: Die Familien nicht nur ein Bett bekommen, eine Zimmer wo sie sich wohlfühlen können sondern Sie haben auch Gemeinschaftsräume in der Gemeinschaftsküche, wo ich auch mal einen Brei für ein anderes Kind zubereiten kann, warm machen kann.

00:09:13: das wird schon in Hotels schwieriger und vor allen Dingen Familien sind dann einem Ort.

00:09:19: also wir haben dreizehn Familien Apartments.

00:09:21: Im Höchstfall sind halt dreizehn Familien bei uns.

00:09:24: Diese Familien, diese Betroffenen treffen auf andere Betroffene und das ist das was unser Haus ausmacht, was wir auch... Indirekt halt auch fördern diese Gemeinschaft.

00:09:36: Weil ich kann im tollsten Hotel in Hamburg sitzen, um mich herum sind Geschäftsreisende, Messebesucher, Hafengeburts-Tagsbesucher Leute die hier Urlaub machen und sich ein schönes Wochenende machen Und die Eltern sitzen da und denken oh Gott mein Kind ist seit sieben Uhr am OP und wird gerade am Herzen operiert.

00:09:56: Das ist einfach das, was völlig unabhängig vom Einkommen entscheidend ist für unsere Einrichtung und hinzukommt.

00:10:03: Die Unterkunft kostet bei uns dreißig Euro die Übernachtung?

00:10:07: Das ist aber extrem fair!

00:10:09: Extrem fair ist nur möglich dank der vielen Spender, die wir haben, die es möglich machen dass wir halt zu so einem günstigen Preis diese Appartements anbieten können.

00:10:20: Und wir werden diese dreißig Euro pro Übernachtung, also Bewohneinheit.

00:10:27: Egal wie viele Personen in dem Apartment wohnen, werden in den meisten Fällen von den Krankenkassen übernommen.

00:10:33: und das zeigt halt auch ein Stückchen dass wir als Ron McDonald Haus oder als McDonald's Kinderhilfestiftungen die der Träger dieser ganzen Häuser ist seit fast vierzig Jahren alt auf mittlerweile sehr etablierter Partner im Gesundheitssystem sind.

00:10:51: Und wir so ein bisschen auch eine Lücke schließen zwischen dem, was das UKE anbietet und das, was halt ne Stadt anbieten kann oder gegebenenfalls nicht anbienen kann?

00:11:02: Ihr bekommt aber keinerlei staatliche Förderung oder sowas.

00:11:05: Das kommt nur aus privaten Spenden und eben aus Spenden von Ronald McDonald also von McDonalds

00:11:12: Genau, also wir sind eine eigenständige Stiftung McDonald's Kinderhilfe-Stiftung gegründet von McDonalds aber eine unabhängige Striftung.

00:11:23: Wir sind in gewisser Hinsicht das Sozialprojekt von McDonald´s und es gibt jetzt dieses Jahr neununddreißig Jahre Und natürlich bekommen wir eine große Summe an Spenden von McDonalds, von den McDonald's Franchise-Nähmern.

00:11:39: Dieses Geld wird zu einem Teil für den Neubau von Häusern verwendet zum Teil für die Verwaltung.

00:11:46: Die Idee ist aber dass die Häuser ab dem Moment wo sie ihren Geschäftsbetrieb aufnehmen für die schwarze Null selbst verantwortlich sind.

00:11:54: Und das ist dann mein Job, als Hausleitung zu gucken dass wir genügend Spenden akquirieren, dass ich ausreichend Förderanträge stelle bei Stiftungen und dergleichen so dass wir eben diesen laufenden Geschäftsbetrieb aus eigener Kraft finanzieren können.

00:12:11: Das wäre jetzt meine Frage gewesen wie viel müsste zum Beispiel Michael neben dir sitzt Spenden, damit sein Name.

00:12:17: Da steht statt Ronald McDonald.

00:12:22: Wir sind unbezahlbar, sag ich mal so!

00:12:26: Aber er könnte zum Beispiel eine Apartment-Partenschaft übernehmen in Höhe von viertausend Euro und dann kommt der auf unsere große Spenderwand im Eingangsbereich und bekommt seinen eigenen Schild an der Tür eines Familienapartments.

00:12:42: Das ist ja ne schöne Idee, das würde ich auch ohne Schild...

00:12:47: Das ist tatsächlich auch so.

00:12:49: Und das finde ich immer auch schön, ja eigentlich

00:12:52: mal blau.

00:12:52: Ich finde, dass es einfach definitiv... Das ist doch eine schöne Geste und man muss ja auch nicht immer gleich mit seinem Namen dahinter stehen.

00:13:01: oder hier geht doch mal der Anstalt Ronnenseck-Donald Haus da steht mein Name rings weil Nee, einfach nur machen.

00:13:10: Das ist halt auch das Tolle an meinem Job, dass ich ganz viele Spenderinnen kennenlerne, tolle Hamburgerinnen und Hamburger... Und da ist alles dabei!

00:13:24: Da ist das Unternehmen da was mit seinem Team hingeht oder wo die Unternehmensleitung auch sagt wir stellen unsere Mitarbeiter einen Tag frei.

00:13:34: Zum Beispiel Google Germany macht das regelmäßig.

00:13:36: Die kommen einen Tag, werden freigestellt von ihrer Arbeit, machen da ein Volunteering bei uns.

00:13:42: Seine nächste Woche zum Beispiel um einen Strandkorb aufzubauen den wir neu angeschafft haben.

00:13:49: Da kommt ein Unternehmen und da ist es finde ich auch angemessen wenn das Unternehmen vielleicht sich irgendwo in einer kleinen Tafel wieder finden will weil es ist auch ein bisschen Identifikationsmöglichkeit für die Mitarbeiter.

00:14:02: aber Es gibt so viele tolle Spender in der Stadt.

00:14:07: Und das ist vielleicht ein bisschen hanselartisches an das Statement, die sagen naja machen sie einen Schildfrau-Cords aber eigentlich brauche ich das gar nicht.

00:14:16: Ist es mir wichtiger dass ich bei ihnen ins Haus kommen kann eine Tasse Kaffee trinken darf und da so ein bisschen auch sehen kann wer wohnt hier eigentlich?

00:14:27: Ich erinnere immer einen, ein älteres betagtes Spenderehepaar die eine private Stiftung ins Leben gerufen haben und ich nenne jetzt auch bewusst nicht den Namen wo die Stiftungen gar nicht so bekannt ist aber der Senior der Unternehmensgründer aus dem Farmerbereich.

00:14:48: Der rief mich dann immer an und sagte Frau Korzau es tut mir wirklich wirklich leid!

00:14:55: Nicht so spenden, wie ich möchte.

00:14:57: Und da hat ... ... fünfzehntausend Euro per Anno gespendet und ich hab gedacht naja gut er aber er muss sich jetzt bei mir eigentlich nicht entschuldigen.

00:15:05: Der sagte die Zinsen sie sind in diesem Jahr einfach nicht so hoch ausgefallen also schon ein paar Jahre her Wie es mir gewünscht hätte.

00:15:14: Ich kann ihn leider nur zehn tausend euro überweisen.

00:15:17: Ist das auch okay?

00:15:21: Aber das ist so schön.

00:15:22: Also natürlich, ich muss da irgendwo um meine schwarze Null zu erreichen und auch auf das Geld gucken.

00:15:30: aber das ist eine Liebenswürdigkeit von Leuten die es eigentlich überhaupt nicht nötig hätten.

00:15:37: Meine Spende ist immer freiwillig und das steht mir überhaupt nichts zu beurteilen ob jemand jedes Jahr die gleiche Summe spendet oder ob er vielleicht ein Jahr sagt jetzt spende ich in einer ganz anderen Organisation mal etwas.

00:15:50: Ist es denn seit zum Beispiel Corona schwieriger geworden, Spenden zu erhalten?

00:15:54: Hat sich das verändert oder stellt du da jetzt zum Beispiel gar keinen Zusammenhang her.

00:15:59: Oder ist es überhaupt in den letzten Jahren anders geworden was der Spendenverhalten angeht?

00:16:05: Da könnte ich jetzt eine Stunde lang darüber reden weil das war man nicht so kurz beantworten kann.

00:16:15: Es ist tatsächlich so seit Corona, seitdem jetzt auch in der Coronazeit die Welt ja irgendwie seit vor zweiter Jahre ein bisschen kleiner geworden ist.

00:16:24: Wo es den Leuten fast noch wichtiger geworden ist, in der Region zu spenden?

00:16:29: Weil da können Sie halt beurteilen wo kommt mein Geld an?

00:16:33: was machen sie mit dem?

00:16:35: weil das gibt ja internationale Organisation.

00:16:39: ich finde die machen alle auch ganz wertvolle Arbeit.

00:16:42: nur nicht jeder hat die Möglichkeit sich ein Projekt in Nepal oder in Afrika anzugucken.

00:16:48: Und wir alle sind, glaube ich auch generell was sich gut finde kritischer geworden.

00:16:54: wie wird mit Spendengeld umgegangen?

00:16:56: Was machen die eigentlich damit?

00:16:58: Das würde ich auch wissen wollen wenn ich irgendwo spende und bei uns kann man halt wirklich in das Haus hineinkommen und sich informieren was geschieht mit meinem Geld.

00:17:09: von daher haben tut sich sehr viel bei den

00:17:12: Spendern.

00:17:15: Wir haben im letzten Jahr hervorragend abgeschlossen, sogar mehr als ich so prognostiziert habe.

00:17:24: aber es verändert sich ein bisschen.

00:17:26: die einzelne Spende wird bei den Einigen höher, bei den einigen bleibt sie ganz aus.

00:17:34: Also hängt immer natürlich auch damit zusammen Wie geht es der Gesamtwirtschaft, der Konjunktur?

00:17:40: Was sind vielleicht irgendwo anders auch noch große Krisen-Naturkatastrophen.

00:17:46: Obwohl wir über die Jahre ... Also ich mach den Job jetzt siebzehn Jahre da hat man schon so ein bisschen Erfahrung festgestellt haben dass wenn irgendwo eine Naturkatastrophe ist dann spenden die Leute eher zusätzlich bleiben aber trotzdem ihrem Spendenprojekt vor Ort verbunden.

00:18:04: Von daher muss ich mal auf Holz klopfen, dass es auch so weitergehen möge.

00:18:10: Wir drücken wie daum!

00:18:11: Ich möchte auch deinen persönlichen Weg kommen.

00:18:13: du hast ja eben gesagt Du bist seit siezehn Jahren dabei.

00:18:16: davor warst du im Medienbereich tätig unter anderem beim MDR.

00:18:19: Nein NDR.

00:18:22: Wie ist es dann zu diesem Wechsel gekommen?

00:18:23: Also was du jetzt machst unterstelle ich also einfach Mal hat ja etwas deutlich Sinn stiftenderes an sich als Jetzt.

00:18:32: eine Tätigkeit die natürlich auch ihre Berechtigung hat in der Medienbranche.

00:18:38: Naja, ich bin da halt gelandet!

00:18:40: Ich habe studiert Geisteswissenschaften und wenn man nicht gerade Lehrer werden möchte dann landet man irgendwie im Journalismus sehr häufig.

00:18:48: das wollte ich aber nicht sondern ich bin halt im Bereich Presse- und Öffentlichkeitsarbeit gelandete wie man es damals noch genannt hat.

00:18:54: heute spricht man nur von Kommunikation und Social Media Und ich fand es immer spannend zu organisieren, Events zu kreieren um Journalisten zu einem Event einzuladen und für eine Sache zu begeistern.

00:19:09: Ich bin halt über das Studium und verschiedene Praktika bei Werbeagenturen und eben auch beim Norddeutschen Rundfunk so in diesem Bereich reingerutscht.

00:19:18: war dann auch nach meinem Studium acht oder zehn Jahre Roundabout feste Freie Mitarbeiterin beim NDR und habe die ganzen Außenveranstaltungen begleitet.

00:19:30: Also waren immer der NDR beim ARD-Kinderfest, bei der Expo zweitausend oder auch beim Hafengeburtstag präsent war mit einem Bühnenprogramm Offair also für die Leute vor Ort im Rahmen des Festivitäts.

00:19:48: Ich überleg gerade ob ich eigentlich mal Pressearbeit für das Eppendorfer Landstraße fest eine NDR-Bühne gemacht hab aber ich glaube nicht.

00:19:57: Das war mein Job und das war auch spannend.

00:19:59: Und dann habe ich immer Meet and Greets mit Künstlern organisiert, die über eine lokale Tageszeitung verlost worden sind.

00:20:08: Das Spektrum ging wirklich von Joe Cocker bis Sarah O'Connor.

00:20:15: Das war toll und hat total Spaß gemacht!

00:20:18: Ich hab das gelebt war im ganzen Norden unterwegs.

00:20:21: Aber irgendwann merkt man, dass die Gewinner dieser Meet and Greets immer jünger werden.

00:20:27: Die hätten dann immer schon meine Kinder-Töchter sein können so, dreizehn-viertzehnjährige und die Eltern haben sie dann immer bei mir abgegeben.

00:20:37: und ich merkte ja irgendwie ist das immer noch ganz lustig.

00:20:42: aber ich muss ja auch gucken, dass sich nicht irgendwann als Berufsjugendliche endet.

00:20:47: Und

00:20:49: dadurch, dass ich frei beim NDR gearbeitet habe mit Projektverträgen.

00:20:54: Habe ich natürlich auch mal bei einer Filmproduktion gearbeitet und bei Studio Hamburg.

00:21:00: aber ich fand halt diesen Bereich des Fundraisings, des Spendensammelns der sich so in Deutschland glaube ich erst ab richtig ab den zweitausender Jahren etabliert hat eben sehr spannend weil auch um Spenden zu generieren brauche eine Öffentlichkeit.

00:21:20: Und dann kam so ein bisschen die Medienkrise und ich habe auch ein paar Fortbildungen gemacht.

00:21:26: Dann war die Filmproduktion, wo ich zuletzt gearbeitet hab, die kam in eine ziemliche Schieflage weil ein wichtiger Auftraggeber weggebrochen ist.

00:21:34: Und dann stieß sich noch damals ganz klassisch auf Printstellen-Ausschreibung im Hamburger Abendblatt, wo das Ronnberg Donald House jemanden für Fundraising, Social PR und Hausleitung suchte.

00:21:49: Und unter den ersten zwei Punkten konnte ich mir was vorstellen und dachte, das passt kann nicht.

00:21:55: Hausleitungen wusste ich eigentlich überhaupt nicht, was mich erwartet

00:21:59: und

00:22:00: habe dann aber irgendwie ja gesagt Den Sprung gewagt.

00:22:04: Und

00:22:04: damit gar mein zweites Leben.

00:22:06: Du kriegst ein Generalschlüssel und hast dann einen Schuld?

00:22:09: Genau, genau!

00:22:11: Der Generalsschlüssel sowieso Rufbereitschaft alle paar Wochen.

00:22:17: Also wenn man Ruf Bereitschaft hat... Ich wechsel die mit meinem Team, wechseln wir uns die wochenweise ab aber dann kriegt man schon mal um zweiundzwanzig Uhr einen Anruf.

00:22:26: ich habe mich aus dem Apartment ausgeschlossen.

00:22:28: kann jemand vorbeikommen Und die Tür aufschließen.

00:22:34: Oder es ist Eppendorfer Landstraßenfest, da sind gerade ganz viele Jugendliche im Vorgarten.

00:22:40: Sollen wir die Polizei rufen und dann machen sie das?

00:22:44: Nicht dieses Jahr aber ist auch schon vorgekommen!

00:22:48: Aber wie sieht denn ein typischer Arbeitstag bei dir aus also wenn du nicht gerade ausrücken musst um einen Apartment aufzuschließen?

00:22:55: Also, unser Team ist dreiköpfig.

00:23:00: Ich habe eine Kollegin, die verantwortlich für Ehrenamtskoordination und Hauptansprechpartnerin für Familien.

00:23:08: Meine zweite Kollegin, Assistentin N., ist verantwortlig für den Bereich Hauswirtschaft.

00:23:14: Und wenn wir machen immer ne kurze Übergabe von circa einer Viertelstunde ab dem Moment wo wir alle drei vor Ort im Haus sind.

00:23:22: Sehr häufig ist auch immer noch eine vierte Person dabei, wenn die Stelle des FSJ für das Freiwilligsoziale Ja besetzt ist.

00:23:31: Da machen wir kurz eine Tagesplanung.

00:23:34: Was steht an?

00:23:35: Erwarte ich einen Spenderbesuch zum Beispiel, dann geht es meistens darum haben wir irgendwie den selbst gebackenen Kuchen da oder was Schönes ums dem Spenderschön zu machen.

00:23:44: Oder jetzt besprechen wir eigentlich fast jeden Tag am vierzehn Juni haben wir Familie ein Sommerfest Dann wird geplant.

00:23:53: das müssen wir da noch machen.

00:23:54: so also es fängt mit der kurzen Übergabe an wo man auch kurz durch spricht haben wir Apartments frei zieht heute eine Familie aus, dann wird der Tag geplant.

00:24:05: Dann verziehe ich mich meistens hinten in meinem Büro, mache ein bisschen Social Media, druckge Spendenbestätigung aus oder rufe Menschen an und frage sie ob Sie uns mit einer Sachspende beim Femmiensommer fest unterstützen?

00:24:23: Sehr erstaunlich!

00:24:23: Das ganze Haus mit achtzehn Apartments betreibt ihr nur mit vier Leuten Dreieinhalb.

00:24:30: Ja,

00:24:32: also ja es ist so vom Hauptamt das ist aber auch bei meinen Kollegen an den anderen Dreiundzwanzig Standorten der Kinderhilfe.

00:24:41: Es sei denn die Häuser sind sehr viel größer mit dreißig Apartments.

00:24:44: Ist das so der Schlüssel?

00:24:46: Aber und jetzt kommt's wir werden unterstützt von als ich hier in Hamburg Appendorf von Sechsunddreißig ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen.

00:25:00: Das ist jetzt auch ganz bewusst nicht gegendert, weil im Moment sind es tatsächlich ausschließlich Frauen die uns unterstützen.

00:25:08: Wir haben im Moment zwei männliche Schnupperkandidaten und ich würde mich sehr freuen wenn unser Team auch disbezüglich wieder ein bisschen bunter wird.

00:25:17: aber Egal ob Mann oder Frau, es ist einfach toll weil diese ehrenablichen Mitarbeiter kommen jede Woche für drei Stunden zu uns ins Haus.

00:25:30: Jüngere also auch noch Berufstätige die kommen beispielsweise alle vierzehn Tage abends oder am Wochenende und unterstützen uns dann drei Stunden mit allem was anfällt.

00:25:42: Die sind eine ja mindestens genauso wichtige Säule bei uns im Haus, im Ablauf um es halt den Familien schön zu machen als das reine Hauptamt.

00:25:53: Toll großartig!

00:25:56: Wie viel Prozent deiner Arbeit bestehen aus Organisation und wieviel aus Menschlichkeit?

00:26:04: Also besteht ein Großteil deine Arbeit auch einfach darin Flagge zu zeigen, Familien jetzt seelisch-moralisch zu unterstützen?

00:26:15: Oder ist die Zeit gar nicht dafür da?

00:26:17: Naja, doch.

00:26:17: Also ich glaube man macht das eigentlich mit jeder Geste und dem Handeln.

00:26:22: also weil es ist wir sind keine... Wir das UKE hatten hervorragenden sozial-psychologischen Dienst.

00:26:29: Die haben ihre Gespräche angebotet.

00:26:31: Da wollen wir auch gar nicht in Konkurrenzt treten Aber mein Büro und auch das Büro meiner Kollegen ist halt im Erdgeschoss vis-a-vis der Gemeinschaftsküche gelegen.

00:26:44: Das heißt, jedes Mal – und das mache ich sehr häufig wenn ich an die Kaffeemaschine gehe um mir ein Espresso zu holen….

00:26:50: Was wie oft

00:26:51: am Tag passiert?

00:26:53: Viel zu häufig!

00:26:58: Und ich da halt gerade morgens oder gegen Abend, wenn die Familien aus dem UKE auch wiederkommen.

00:27:04: Dann bin ich automatisch in der Küche und dann interagiert man.

00:27:08: Dann sieht man wie es eine Familie geht und auch wenn man nur freundlich guten Morgen sagt oder kurz fragt na und wie läuft's auf der Station?

00:27:17: Wie gehts ihrem Kind?

00:27:19: Da bin ich automatically im Gespräch und bekomme auch sehr viel mit.

00:27:24: oder Eltern sprechen einen auch an, auch wenn ich vielleicht am Abend bei dem Verwöhnenabendessen was wir jede Woche anbieten gar nicht dabei bin.

00:27:34: Dann kommen manchmal am Freitagmorgen dann Eltern auf uns zu und sagen oh Mensch das war ja toll was ihr ehrenamtliches Kocht-Team dort gekocht hat.

00:27:42: so und ich...

00:27:44: Das heißt in diesem Verwöhnabend werden die Familien von den Ehrenamtlichen bekocht?

00:27:48: Genau genau Kann ich vielleicht nachher noch kurz was zu sagen, aber ich wollte nochmal auf deine Frage zurückkommen.

00:27:58: Man macht den Job unweigerlich mit Herz also man manchmal ist es ja halt auch nicht das große Gespräch sondern eine kleine Geste oder auch nur ein hinterherrufen toy toy toy wenn man weiß dass Kind liegt im OP und das kommt ganz automatisch.

00:28:17: Ich hatte mal für kurze Zeit eine Springerin, eine Aushilfe da als eine Stelle unbesetzt bei uns im Haus war.

00:28:25: Und die hat das so gut gemacht und ich habe immer zu ihr gesagt mein Gott wie machst du?

00:28:29: Das sieht so toll aus bei dir!

00:28:31: Ich kann es noch nicht richtig in Worte fassen weil wir hatten davor jemanden.

00:28:35: dann war es nicht ganz so optimal und sie sagte ich liebe einfach Menschen Und die hat das so gut auf den Punkt gebracht.

00:28:43: und ich glaube, als ich mich dann hinterfragte, ich würde es auch von mir sagen.

00:28:48: Ich lieb Menschen, mag diese Interaktion.

00:28:51: Wenn man das nicht mag, kann man einen doch herausvollen Job auch nicht machen.

00:28:59: Nimmst du denn vielen nach Hause?

00:29:00: Mit nach Hause an Geschichten oder Problems?

00:29:03: oder ist es dir im Laufe der Jahre jetzt gelungen dich da abzugrenzen?

00:29:07: Also man muss sich auf jeden Fall abgrenzen, anders geht es nicht.

00:29:15: Wir lernen das auch im Rahmen von Fortbildung und wo man halt auch vorbereitet wird in Workshops.

00:29:23: wie reagiere ich wenn ein Kind verstirbt?

00:29:27: Man lernt Man lernt sich abzugrenzen, aber trotzdem wir haben.

00:29:34: letztes Jahr haben wir hundertzwanzig Familien bei uns gehabt.

00:29:37: Vorletztes Jahr waren es Hundertsechzig-Familien.

00:29:41: den einen oder den anderen mehr kennen, näher kennen und ähnlich ist es auch bei Ärzten.

00:29:47: Es gibt immer welche die kennt man besser.

00:29:50: zu denen hat man von Anfang an einen anderen Draht Wellenlänge und wenn dann was nicht so läuft wie's laufen soll das nimmt man mit nach Hause finde ich aber auch nur menschlich.

00:30:03: Gibt es vielleicht ein Glas Rotwein abends?

00:30:07: Man muss nur damit umgehen, dass man nicht zu viel mit nach Hause nimmt.

00:30:12: macht das professionell.

00:30:13: Ich bin nicht deren Familie und diese sind nicht meine Familie, also die innere Verordnung was ich als Caro mit meinen Freunden meiner Familie in meinem Hund.

00:30:25: Und was ist das Ron MacDonald Haus?

00:30:28: Wo ich zwar auch als Caro bin und wo

00:30:30: man auch

00:30:31: glaube schon sehr menschelt aber trotzdem muss für einen selber von der Ordnung immer noch so eine kleine Grenze da sein.

00:30:39: Wie ist es bei den Familien untereinander?

00:30:41: Unterstützen die sich sehr oder gibt es auch Familien, die sagen okay wir bleiben für uns.

00:30:46: Wir grenzen uns im extremsten Fall ab.

00:30:50: Oder ist das schon eine große Gemeinschaft, die da wächst?

00:30:54: Es gibt beides!

00:30:55: Also es gibt ganz viele Familien, sie gehen morgens ganz früh auf die Station.

00:31:01: Die kommen abends spät wieder und sehen wir als Team

00:31:05: kaum.

00:31:09: Kann ich auch verstehen, weil ich frag mich immer wie würde ich mich in so einer Situation verhalten?

00:31:14: Also manche sind wirklich so ein kleiner Kosmos für sich.

00:31:19: Aber eigentlich ist es so wenn man das so verfolgt.

00:31:21: die Familien die besser durch die Situation kommen und durch den ganzen Weg sind eigentlich die Familien, die sich öffnen Und die durch das Gespräch an der Kaffeemaschine oder eben beim Verwöhnenabendessen, hat es grad schon danach gefragt sich mit anderen Eltern austauschen.

00:31:41: Das kann halt entweder übers Wetter, das kann über den HSV gehen geht dann aber auch je weiter der Abend fortschreitet geht's halt auch über die Erlebnisse auf der Station.

00:31:52: so und Und ich glaube, das ist halt auch das wieder was uns vom Hotel unterscheidet.

00:31:58: Das Familien mit Betroffenen reden können sich austauschen können auch mal ein bisschen witz machen können.

00:32:07: Mein Gott, wie war denn euer Arztgespräch?

00:32:09: Oder heute war irgendwie wieder Schwester Rabiata war wieder nicht so gut drauf.

00:32:14: Also ja auch natürlich im KAE sind es nur Menschen aber Eltern wollen sich austauschen und das ist dann halt Sie haben eine größere Vertrautheit zu Betroffenen, wo vielleicht auch vorausgesetzt wird.

00:32:36: Ja der weiß schon wovon ich rede weil die Freunde, die von weit her aus anrufen, die hören vielleicht einen Fortschritt und sagen oh das ist ja toll das Kind kann jetzt tagsüber ohne Unterstützung atmen man geht es denn nach Hause Und wenn man in der betroffenen Situation ist und ein Frühchen hat, was die ganze Zeit Atmenunterstützung brauchtet.

00:32:59: Es ist erstmal einen Meilenstein, wenn das ein zwei Stunden alleine atmen kann.

00:33:05: Eltern wissen dann aber auch okay bis es nur vierundzwanzig Stunden alleine ohne Unterstützung atmen können.

00:33:11: da werden noch verdammt viele Wochen vergehen und Wissen halt dass sie Wenn Sie das sagen Das gegenüber das sind im meisten fällen auch sehr viel anders und besser ein schätzen kann.

00:33:22: So

00:33:24: entstehen zwischen den Familien auch längere Freundschaften, die bis heute noch anhalten.

00:33:28: oder habt ihr noch Kontakt zu Familien, die bei euch einquartiert waren?

00:33:34: Ja also das ist genau zwei Antworten dazu.

00:33:41: es ist sicherlich nicht exemplarisch aber ich habe mich trotzdem sehr gefreut.

00:33:44: wir hatten vor vier fünf Jahren eine Familie bei uns mit einem Kind was wo die Gefahr eines Herzfehlers bestand.

00:33:52: Das kleine Mädchen hatte vier Schwestern und wir sind immer noch lose im Kontakt, und die Schwester dieses kleinen Patientenkindes hat mich vor zwei Wochen zur Jugendweihe im September eingeladen.

00:34:06: also ich war sehr gerührt.

00:34:07: das ist jetzt in den siebzehn Jahren ist so eine Einladung auch das erste Mal vorgekommen als ich wäre hinfahren weil ich mich sehr gefreut habe.

00:34:14: man hat zu einigen Kontakt Aber auch und das ist ganz entscheidend, die Familien haben untereinander noch Kontakt.

00:34:24: Und wir laden einmal im Jahr ein zu einem Familiensommerfest.

00:34:28: Das richtet sich... fast ausschließlich an ehemalige Familien oder Anfamilien, die jetzt im Moment im Ron-Mengdonaldshaus wohnen.

00:34:36: Und die Leute fahren da wirklich zweieinhalb, dreihundert Kilometer weit weil sie wissen, da treffen Sie ehemals Wickepferden oder verabreden sich dann dort auf diesen Fest.

00:34:47: und das ist für uns aber auch für also uns meine ich Hauptamt und Ehrenamt immer ganz toll, weil wir kennen vielleicht eine Familie ... Kind in der Krankheitsphase vielleicht auch, wenn das Kind gerade keine Haare auf dem Kopf hat und eher zartschmal und dünn ist.

00:35:08: Und dann ist es für uns ehrlich gesagt auch total toll zwei Jahre später das zu sehen um.

00:35:13: man sieht einen vorne poppen.

00:35:14: Hallo ich bin wieder da!

00:35:16: Ja so ähnlich zum Teil ja.

00:35:20: Gibt es Fälle von Familien die du nie vergessen wirst weil sie dir besonders nahe gegangen sind oder sind's zu viele?

00:35:29: Mhm.

00:35:32: Ja,

00:35:32: also gibt's auf jeden Fall ...

00:35:36: Also ich will dich da auch nicht in eine Ecke bringen, dass dir irgendwas erzählst was du eigentlich gar nicht erzählen möchtest.

00:35:43: aber wenn du ... Nee

00:35:44: ja, manche Familien vergisst man einfach nicht und das sind halt.

00:35:50: wir hatten zum Beispiel vor zwei Jahren eine Familie mit einer kleinen Annie.

00:35:56: die kam aus dem tiefsten Allgäu Und Annie war knapp zwei Jahre alt und brauchte eine Klochenmarkstransplantation.

00:36:08: Beim ersten Mal klappte die Transplantation nicht, es gab Abstoßungserscheinungen und sie musste noch ein zweites mal operiert werden.

00:36:18: Die Familie war glaube ich ... mit ein, zwei Pausen wo das Kind nur stationär war übern Jahr bei uns.

00:36:25: Das war aber so eine tolle Familie.

00:36:28: die haben.

00:36:30: es gab erstens mal gab's noch einen großen Bruder Xava der dann auch sehr häufig bei uns im Haus war.

00:36:36: Es gab einen Papa der auch sehr häufig da war dabei nicht die ganze Zeit da sein konnte weil er arbeiten musste und diese Familie zeichnete sich aus dass ist drei oder vier Onkels und zwei Großmütter gab.

00:36:51: Und es war wirklich fast immer jemand da, um das jeweilige Elternteil hier vor Ort zu unterstützen.

00:36:59: Also manchmal auch nur für zwölf Stunden.

00:37:04: Dann sind sie wieder zurückgefahren.

00:37:07: Das waren unglaubliche Familien verbunden, was ich toll finde!

00:37:14: Also sehr berührend auch fand.

00:37:16: Also gerade die Großmütter, die finde ich bei diesen Geschichten Mama wirklich zu kurz kommen so aber die dann immer das Lieblingsessen weniger von der Annie weil sie durfte Eno sehr reduziert essen aber von der Tochter oder Schwiegertochter kochten.

00:37:33: Weil

00:37:35: man

00:37:36: kann nur gesund werden wenn wenn man da Unterstützung hat Und an einer fast einen Vierteljahre, da braucht man auch Unterstützung.

00:37:46: Man muss als Betroffene dann auch diese Unterstützung annehmen und es ist ja auch ein Problem, dass manchmal mal Leute Hilfe nicht zulassen können oder sagen, das brauche ich nicht.

00:37:57: Ich schaffe das schon alleine.

00:37:59: aber ich finde die Familien, die es bei uns wirklich geschafft haben wo das Kind gesund geworden besten geschafft haben, sind bestimmt die, die eine starke Unterstützung hatten.

00:38:12: Egal ob von Familie oder von Freunden so ...

00:38:17: Oder von Nachbarn?

00:38:18: Ja!

00:38:22: Ich finde das beeindruckt muss ich ganz ehrlich sagen.

00:38:24: Also ich träumte immer von so einer Familie, die ich leider nicht hatte wo ich dann auch wirklich gemerkt... also Großmutter und ein weiterer Gats war bei mir aber bei uns das war so ein Haus ohne Liebe irgendwie leider.

00:38:39: Ich wäre für mich und ich finde das immer bewundert, wenn man das gerade mal hört.

00:38:43: Wie das auch anders funktionieren kann?

00:38:45: Und wie das funktioniert nicht jetzt weil da vielleicht ein tragischer Fall ist mit dem Kind.

00:38:49: aber es gibt ja auch so Familien die wahnsinnig zusammen sind.

00:38:53: Ja und das vermisse ich in der Ja, um Gottes Willen.

00:38:57: Nur kurz zur Erklärung!

00:38:59: Es spricht Michael Vier aka Michael Schäler, der in der nächsten Folge meinen Gast sein wird und es sind ja immer alle Gäste.

00:39:07: Wir machen immer zwei Aufzeichnungen an einem Abend, immer eingeladen auch gerne sich zu beteiligen.

00:39:12: Insofern das nur kurz die Erklärungen.

00:39:13: Also dank gut, dann rede ich kurz weiter.

00:39:16: Sehr gern.

00:39:17: Ich finde das so toll... Und ich bedauere das heute so sehr, dass ... Man sieht das.

00:39:23: Ich hab das früher schon gesehen als ich noch auf Gasspielreise war irgendwo.

00:39:26: Da sitzt eine Familie, jedes Kind hat ein Handy es findet keine Kommunikation mehr statt und man guckt einfach nur ach wie kann nicht das Gühr beschäftigen?

00:39:35: Wenn man denn so eine Geschichte hört die so herzergreifend ist dann eben die ganze Familie auch zusammen ist und vielleicht gemeinsam isst oder so weiter.

00:39:44: und das ist heute alles in einer Zeit.

00:39:47: Das vermisse ich so.

00:39:48: Ich meine, ich bin ja nur noch keine neunzig in Gottes Willen, aber ich bin Mitte-Sechtsig Ende-Sächtsig und finde es so schade dass das in unserer Zeit die so schnell wie dich geworden ist so verloren gegangen ist diese ganze Interaktion in den Familien.

00:40:06: Und deswegen haben wir auch so viel Unruhe bei uns im Deutschland oder auf der ganzen Welt weil das verloren gegangen.

00:40:15: Man merkt vor allen Dingen auch, wie leicht es eigentlich sein kann.

00:40:20: Wir haben ja nicht nur Familien aus Deutschland, wir haben mehr und mehr Familien mit Migrationshintergrund und zum Teil auch aus dem Ausland.

00:40:31: Manchmal bekommen wir das so mit, dass wir für viele Muslime auch im Haus haben.

00:40:37: Und dann im Ramadan ist abends das Fastenbrechen und dann kochen diese Familien auch für alle anderen Familien manchmal mit und haben da eine Gemeinsamkeit.

00:40:51: Ich hatte mal eine Mutter, die hat sich bei mir verabschiedet.

00:40:55: Es war ne deutsche Mutter, sie sagte, Frau Kotz ich hab hier echt was... gelernt fürs Leben.

00:41:01: Weil die kamen irgendwie auch aus einem kleinen... Dorf oder Region, ja auch immer wo sie vielleicht gar nicht so Kontakt gekommen hat mit Menschen die im Islam verhaftet sind.

00:41:15: So wie als Hamburger bei uns ist das etwas ganz Selbstverständliches.

00:41:19: aber was toll war es kommt auch nicht immer vor Aber es ist dann manchmal so ein Miteinander dass Muslime und Ätheristen oder Christen halt.

00:41:30: Es kann so simpel sein Wo man sich fragt, warum rückt die Welt das nicht anders hin?

00:41:38: Absolut.

00:41:41: Erlebst du täglich Dankbarkeit in deinem Beruf oder gibt es auch Tage an denen du an deine Grenzen kommst?

00:41:49: Ja, also es ist jetzt nicht nur Bullerbü-Glücksgefühle.

00:41:56: So natürlich hat man auch mal nervige Tage oder Tage wo mir ja vielleicht ja einen Apartment so ungeputzt und dreckig verlässt dass man denkt das Was soll das?

00:42:13: Warum wohnen hier so günstig, warum wird es so hinterlassen.

00:42:17: Aber es ist Gott sei Dank die Ausnahme.

00:42:21: Ich bin generell Optimistin und versuch mich immer auch an den positiven Dingen festzuhalten.

00:42:28: Und genauso bei uns gehen neunzig Prozent der Kinder wirklich geheilt auf einen guten Weg nach Hause.

00:42:37: Aber neunzig Prozent heißt auch, dass natürlich immer mal wieder ein Kind verstirbt.

00:42:43: Das darf man nicht ausblenden.

00:42:45: aber ich werde häufig gefragt wie kannst du diesen Job machen?

00:42:49: Du lebst so viel Leid!

00:42:53: Ich finde eher, ich erlebe viel Schönes.

00:42:55: Eben solche Geschichten, was ich vorhin erzählte mit dem Miteinander oder das scheinbar aussichtslose Fälle wo man eigentlich schon eine Nottaufe für das Kind plante, wo doch noch das kleine Wunder geschehen ist so und das ist für mich das, was im Vordergrund steht.

00:43:12: Das ist einfach ein Beruf mit einer sehr hohen Emotionsamplitude wahrscheinlich höher als jetzt irgendwie... bei einer Versicherungsgesellschaft.

00:43:21: Könnte sein, könnte sein!

00:43:26: Hat denn dieser Beruf deinen Blick aufs Leben auch verändert?

00:43:32: Gehst du intensiver mit Zeit rum oder bewusster?

00:43:40: Ja also erst mal... Er hat auf alle Fälle den Blick aufs Leben verändert, aber auf unterschiedliche Weise.

00:43:53: Als ich da anfing die ersten ein zwei Jahre hatte das Gefühl jedes zweite Kind kommt krank zur Welt.

00:43:59: Das stimmt natürlich auch nicht.

00:44:01: nur das war halt meine neue Welt der Medizin im Krankenhaus genau in dich eintauchte.

00:44:06: so ist es ja bei Leiben nicht so.

00:44:10: Ich habe einen gerade in der Corona-Pandemie mit Entwicklung Impfstoff und was ich täglich auch an Heilungen oder Indirekt, an Spitzenmedizin im UKE mitbekomme.

00:44:22: Ich habe einen ganz großen Glauben an die Wissenschaft , an die Forschung, an die Medizin.

00:44:30: von daher auch wenn vielleicht im privaten Umfeld jemand erkrankt Ab ich immer erstmal so den Glauben, ja aber wir haben eine tolle medizinische Versorgung hier.

00:44:41: Das wird schon so und mit Zeit... Ich habe vielleicht weniger Berührungsängste als andere Menschen mit dem Thema Krankheit weil es irgendwie so ein Teil des Lebens ist ohne dass sich jetzt denke jeder Mensch ist irgendwann mal irgendwie krank oder so.

00:44:59: Aber ich glaube, man muss keine Angst vor Krankheit haben.

00:45:04: Man muss es irgendwie als ein Teil des Lebens sehen.

00:45:09: Wenn du einem erschöpften Elternpaar in einem Satz Mut machen musst?

00:45:13: Was sagst du denen?

00:45:19: Wunder geht's immer wieder!

00:45:22: Dann würde ich an zwei Geschichten erzählen.

00:45:24: oder ich hatte mal einen sehr jungen Vater, war glaube ich erst ca.

00:45:32: Das Kind war schwer herzkrank und er hat immer gesagt, wir haben einfach nur Plan A. Wir fokussieren uns auf die Gesundung der ... Ich glaube es hieß Emma.

00:45:45: Alles andere ist irrelevant.

00:45:46: Plan A und dafür kämpfen wir.

00:45:49: Was noch passieren könnte, dann will ich mir gar keine Gedanken darüber machen weil ich will meine Energie in die Heilung meiner kleinen Tochter setzen.

00:45:57: So und das versuche ich Eltern halt auch immer sozusagen nicht die Hoffnung aufzugeben.

00:46:04: Was bedeutet für dich Glück?

00:46:12: Privat ist für mich Glück, wenn ich am Samstagmorgen bei strahlendem Sonnenschein egal ob twenty-fünf Grad oder fünf Grad morgens mit meinem Hund an der Elbe längst spazieren gehe und mich auf den ersten Kaffee in einer Strandperle freue Wir da einfach nur Bälle werfen, den Strand entlang gehen.

00:46:36: Das ist für mich Glück.

00:46:39: Apropos Glück und Glücksmomente und glückliche Zeiten die man bei euch verbringen darf hoffentlich mit einem glücklichen Ende.

00:46:46: du hast ein Buch mitgebracht das ist euer Gästebuch.

00:46:52: gibt es da besondere Einträge?

00:46:55: Also wir haben zur Erläuterung nochmal.

00:47:00: Wir haben im Eingangsbereich ein dickes, dickes Gästebuch liegen wo Familien sich nach einer einem Aufenthalt im Ron McDonald Haus eintragen dürfen.

00:47:12: das ist eine ganze freiwillige Geschichte.

00:47:16: viele packen Bilder rein.

00:47:20: Eine Familie hat hier Bilder reingepackt und hat die nicht mit einem Tesafilm reingeklebt, sondern so kleinen Heftpflastern weil sie diese Heftplaster auch ganz sinnbildlich

00:47:32: für

00:47:33: ihren kleinen Arlo der zwei drei Monate in Hamburg im UKE behandelt wurde.

00:47:41: Sinnbildlich fanden.

00:47:42: so also da erzielt Fast jede Seite ihre eigene Geschichte, aber ich... Kann gerne mal, wenn du magst

00:47:53: was

00:47:53: vorlesen.

00:47:54: Weil ich denke mir immer... Egal ob ich jetzt Spender vor mir sitzen habe auf dem Event oder hier im Mannzell-Sitze.

00:48:00: Ich denk mir immer ihr könnt alle denken ja die kann viel erzählen wie toll das im Ron MacDonald Haus ist muss sich vielleicht auch berufsmäßig.

00:48:09: deswegen versuche ich immer ganz gerne auch noch mal Familien zu Wort kommen zu lassen weil es doch nochmal auch noch mal eine andere Perspektive reinbringt und ich kann gerne nachher das Buch kreisen lassen.

00:48:24: Genau, also ich fange mal an mit den Eltern Rebecca und Sebastian, Eltern von einem kleinen Jonathan.

00:48:34: Liebes Team des Ronn-McDonald-Hauses Samburg-Eppendorf.

00:48:38: Es schwingt ein bisschen Wehmut mit wenn wir heute das Haus verlassen im Wissen dass wir in einigen Wochen nicht wieder kommen.

00:48:46: In den vergangenen vier Monaten, in denen wir in der Summe über sechs Wochen hier verbringen durften ist uns das Haus zu einem zweiten Zuhause geworden und zu einer wertvollen Stütze in einer ungewissen Zeit.

00:49:00: Wir haben uns bei euch sehr wohl gefühlt und wissen sehr zu schätzen mit wie viel Liebe zum Detail jede jede Ecke dieses Hauses gestaltet ist und mit wie viel Engagement dahinter steckt.

00:49:15: Man merkt deutlich, dass das hauptamtliche Team weit mehr macht als nur

00:49:19: einen

00:49:19: Job.".

00:49:20: Ein ganz herzliches Dankeschön gilt auch allen ehrenamtlichen Helferinnen und HelferInnen.

00:49:26: Für die netten Gespräche, die leckeren Kuchen und die klinarischen wertvollen Dienstdage-und Donnerstag.

00:49:33: Wie in einem Zuhause war das Haus ein Ort der Begegnung.

00:49:38: Wir haben hier andere Familien kennengelernt mit denen uns viel verbindet und von denen sicher einige Kontakte bestehen bleiben werden.

00:49:47: Wir sagen von Herzen Danke!

00:49:49: vor allem im Namen von Jonathan.

00:49:52: Wir kommen wieder, aber hoffentlich nur um Hallo zu sagen oder zum übernächsten Sommerfest.

00:49:58: Herzliche Grüße!

00:49:59: Alles Gute Rebecca, Sebastian und Jonathan.

00:50:07: Da fällt mir jetzt indirekt ein, weil du hast nach beiden Sachen gefragt.

00:50:12: Gibt es Freundschaften, die sich halten?

00:50:14: Indirekt bestätigen sie das und sagen auch, Sie sind beim nächsten Sommerfest dabei.

00:50:19: Und da muss man wissen, wie kommen aus Frankfurt ... Die Anreise ist dann schon weiter so.

00:50:27: Von daher ist für uns immer ganz schön eine Überraschung, wenn wir an den Buch vorbeigehen ja jemand was eingetragen hast du das schon gelesen so und das ist schon eine Form auch ne Wertschätzung und Dankbarkeit die einem dann entgegenspringt, die man sicherlich nicht in jedem Job hat.

00:50:48: aber auch wir ärgern uns mal über irgendwie ein Computerprogramm was abstürzt oder na also von daher wir sind auch irgendwo ganz normal.

00:50:59: Oder wenn die Espresso Maschine mehr ist?

00:51:01: Ja

00:51:01: genau oder kaputt ist noch schlimmer

00:51:06: Prima.

00:51:06: Ähm ... Angenommen, du bekommst für einen Tag die komplette Kontrolle über Hamburg.

00:51:12: Was würdest du als erstes tun?

00:51:19: Oh je!

00:51:20: Wir wollen ja nicht politisch werden, ne?

00:51:23: Feel free.

00:51:26: Äh ... Ich würde ... Als Privatperson würde ich mir eine sofortige Koordination aller Baustellen wünschen.

00:51:38: Da hänzt ihr offene Züren ein.

00:51:43: Also Privatpersonen, vielleicht noch mehr Hundeauslaufzonen so?

00:51:49: Ja.

00:51:53: Ich würde, weil in Hamburg das UKE hat ich glaube around about fifteen tausend Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

00:52:03: Es gibt aber so viele Firmen die am UKE hängen es gibt so viele Firmens im Bereich Live Science ganz viel Geld in noch mehr Start-ups investieren und dass auch so wichtig der Hafen für Hamburg ist.

00:52:24: Aber ich finde, der Gesundheitssektor ist auch ganz, ganz wichtig und ist in Verbindung mit Forschung auch ein Stück Zukunft.

00:52:33: Also da würde ich die Weichen stellen, dass das noch mehr gepusht wird.

00:52:38: Und ich finde auch noch ein bisschen bekannter in der breiten Öffentlichkeit es was hier in Hamburg alles auch läuft außerhalb des Radars der Öffentlichkeit ist.

00:52:50: Ja, super!

00:52:51: Und das starte ich dir auch.

00:52:55: Okay eine kleine Schnellfrage-Runde zum Abschluss.

00:52:59: Kriegst du irgendwas bei McDonalds günstiger?

00:53:04: Leider nein, leider nein!

00:53:06: Ich erinnere mich als ich damals auch Fernsehen gemacht habe.

00:53:09: Oliver Poch hat mir mal gezeigt, da hatte so eine goldene Macdonalds-Karte, der konnte damit umsonst alles kriegen.

00:53:14: Da musste die nur vorzeigen und konnte kriegen was er wollte.

00:53:20: Nehmt mich an ja.

00:53:22: Okay na gut... Was ist schwieriger einen Großspender zu überzeugen oder einen Hamburger zum Smalltalk zu kriegen?

00:53:32: Ich glaub, ein Großspender zu überzeugen.

00:53:34: Wenn ich ihn erst mal im Haus hab, dann krieg' ich ihn!

00:53:39: Wie oft am Tag denkst du das stand definitiv nicht in meiner Stellenbeschreibung?

00:53:45: Oh, ähm ... ja also mindestens einmal, mindestens.

00:53:51: Was war der verrückteste Gegenstand den jemand einmal spenden wollte als Sachspende?

00:53:59: Jetzt muss ich mal ganz kurz überlegen.

00:54:01: Eine ausgestoffte Giraffe.

00:54:09: Könnte fast sein, weil wir uns rufen häufig Leute an die Garde dabei sind Spielzimmer aufzuräumen und mit ganz viel tollen Spielzeug vor der Tür stehen.

00:54:23: haben halt nur ein Spielzimmer und auch einen abgeliebtes Giraffentier.

00:54:29: Ist halt auch nicht mehr so hygienisch, um das einem schwerkranken Kind zu geben.

00:54:33: Also da muss man manchmal leider nein sagen.

00:54:37: Hier ist ein Puzzle, dass vielleicht vollständig ist.

00:54:42: Wenn dein Leben verfilmt würde, wer sollte dich spielen?

00:54:45: Brad Pitt?

00:54:48: Nee, der wär gern mein Gegenüber aber ...

00:54:52: Kriegen wir organisiert?

00:54:58: Ich habe jetzt in Anfang des Jahres sehr begeistert, The Morning Show mit Jennifer Aniston geguckt.

00:55:03: Und ich finde, Jennifer Anniston ist eine brillante Schauspielerin.

00:55:08: Sie hat etwas zu viel mit Botox umsonstigen machen lassen aber ich find sie ziemlich gut.

00:55:13: und ja...

00:55:16: Jennifer Annessen?

00:55:17: Wer okay!

00:55:17: Aber sie zusammen mit Brad Pitt ist ein bisschen... Da ist Zunder.

00:55:24: Na gut, acht.

00:55:24: wie kriegen wir das hin?

00:55:29: Ja, Rene Selbiger.

00:55:32: Naumi Watts?

00:55:36: Da müsste ich noch mal länger drüber nachdenken.

00:55:38: Das hättest du mir vorsagen müssen!

00:55:42: Welcher Satz bringt dich schneller zum Augenrollen?

00:55:44: Wir müssen mal Netzwerken oder das machen wir ganz unkompliziert?

00:55:48: Das machen wir sehr unkompliciert.

00:55:51: Du bist ein Morgenmensch richtig?

00:55:53: Wie spät ist für dich eigentlich mitten in der Nacht?

00:55:59: Die letzten Tage fass schon einundzwanzig Uhr, weil ich die letzten Tage sehr häufig mit meinem Hund in der Tierklinik war und ... Der Hund und ich genauso fix und foxy waren.

00:56:09: Und wir beide uns gab ich schon um einen zwanzig Umtiefschlaf befanden.

00:56:13: Insofern bin froh, dass ich jetzt um diese Uhrzeit noch monter bin!

00:56:19: Was macht Menschen großzügig?

00:56:26: Wenn man gönnen kann, wenn man anderen ... Erfolg, Gesundheit gönnen kann.

00:56:34: und auch konkret bei uns Familien, die ein Kind haben, wo es um Leben und Tod geht.

00:56:40: Und die trotzdem sich so mit freuen können, weil eine andere Familie mit einem gehaltenen Kind nach Hause gehen kann.

00:56:48: Das finde ich wirklich ... Da klopfe ich mir selber auf die Schulter und denke davon kannst du dir ne große Scheibe abschneiden.

00:56:56: als Beispiel nehmen

00:56:58: Welcher Rat deiner Eltern oder Lehrer war komplett falsch?

00:57:03: Es ist ja ungewöhnlich, sonst kommt es ja immer anders rum als Frage.

00:57:15: Ich habe mir immer ein Chemie-Baukasten, so einen Laborkasten gewünscht.

00:57:20: Den gab's irgendwie früher.

00:57:21: So hab ich nie geschenkt bekommen.

00:57:24: Weil meine Eltern wahrscheinlich dachten, Puppe Kinderwagen ... Ich war eher so Mädchen, Mädchen ist besser!

00:57:31: Aber seitdem ich in diesem Job bin und sehe was Medizin und Forschung alles machen kann, denke ich vielleicht mit dem Chemielaborkasten gut gewesen.

00:57:39: Dann würde ich nicht hier als Spendensammlerin sitzen sondern als Ärztin.

00:57:47: Wenn du einen Tag lang unsichtbar wärst, wo würdest du zuhören?

00:57:57: Das fällt jetzt schwer.

00:57:59: Ob ich lieber einen Tag still und leise Brad Pitt begleite oder im Weißen Haus sitze.

00:58:05: Also so eins von beiden.

00:58:08: Genau den gleichen Gedanken hatte ich auch gerade.

00:58:13: Zu sein.

00:58:13: Aber ich weiß nicht, ob man dann im Weißen Haus nach einer Viertelstunde nicht sagen würde.

00:58:16: Ich kann diesen Mist nicht mehr hören!

00:58:18: Bestimmt, bestimmt...

00:58:22: Welche Eigenschaft sollte jede Führungskraft haben die in keinem Seminar gelehrt wird?

00:58:27: Ich weiß nicht ob das nicht gelehrtt wird.

00:58:30: Ich glaube man muss über sich selber lachen können.

00:58:35: Man muss sagen können Entschuldigung das habe ich falsch gedacht geplant zu Fehlern stehen.

00:58:43: Aber ich glaube, das wird in Führungskräftseminaren gelernt oder?

00:58:47: Geleert.

00:58:48: Ja aber auf alle Fälle generell über sich selber lachen können finde ich wichtig und nicht auch außerhalb des Jobs im Leben überhaupt

00:58:57: okay.

00:58:58: wenn Eppendorf einen Werbeslogan bräuchte welcher wäre ehrlicher als die dies vielleicht schon gibt?

00:59:07: oder was wäre der ehrlichste Werbeslogen für Eppendov?

00:59:10: Eppendorf, schönster Stadtteil Hamburgs.

00:59:13: Leider acht Kilometer von der Elbe entfernt!

00:59:20: Dafür haben wir die Eisler.

00:59:22: Vielen lieben Dank, dass du mein Gast warst.

00:59:24: Das war ein tolles Gespräch mit dir und ich werde euch im Ronald McDonald-Haus in der Robert Kochstraße besuchen kommen.

00:59:35: Und das war die Folge.

00:59:37: Als der Ego hier aus dem Manzels, wenn ihr mal dabei seid, dann wucht

00:59:42: doch gerne

00:59:44: unter manzels.de.

00:59:45: Die nächste Aufzeichnung wird sein am

00:59:49: zweiten

00:59:50: Siebten und mein Gast wird dann sein.

00:59:52: zum einen Anna Heisch.

00:59:53: sie ist Moderatorin.

00:59:55: viele kennen sie von Channel einundzwanzig oder channel twenty one.

00:59:58: was sagt man da?

00:59:59: Und Thiemann

01:00:00: Link er isst

01:00:01: unser

01:00:02: ja

01:00:03: Klemmtner hier für den Stadtteil von Dichtung und Wahrheit hat hier seine Praxis, hätte ich fast gesagt.

01:00:08: Sein Geschäft in der Erika Straße.

01:00:12: Also seid dabei!

01:00:13: Am zweiten Siebend ist die Aufzeichnung wieder im Mannsitz.

01:00:16: Vielen Dank liebe Caroline.

01:00:17: es war großartig dass du hier warst.

01:00:20: Wenn ihr Fragen anrichtet oder Anregungen, Kritik oder sonst irgendwas habt schreibt uns in die Kommentare.

01:00:24: Informationen zum Ronald McDonald Haus findet ihr bei uns auch in den Show Notes Und diesen Podcast natürlich auf allen

01:00:31: Quartal,

01:00:32: wo man Podcast eben hören kann.

01:00:33: Also empfehlt uns weiter und bis zum nächsten Mal!

01:00:36: Euer T-Tschööö!

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